[41] Best Of - Ein Rückblick auf die letzten 40 Folgen

Shownotes

In dieser Best Of Folge nehmen wir euch mit durch einige der stärksten Ausschnitte der letzten 40 Folgen: Es geht um toxische Beziehungen, Mental Health am Arbeitsplatz, ADHS, Autismus im Erwachsenenalter, Macht und Missbrauch, Body Positivity, Konsum und Sucht, Emotionsregulation und schwierige Gespräche.

Mit dabei: ehrliche Stimmen aus der Community, fachlich kompetente Einordnungen - besondere Gästemomente und Gespräche, die zeigen, warum psychische Gesundheit eine gesellschaftliche Dimension hat und uns alle angeht.

Der Rückblick macht uns stolz und wir möchten vor allem euch Danke sagen, fürs Zuhören, Mitrden, Teilen, Fragenstellen und Dabeisein.

Auch wenn wir uns mit dieser Best Of Folge leider von Katrin Terwiel als Co-Host verabschieden. Katrin geht, aber DST bleibt! Freut euch auf die neue Staffel. Wir versprechen, es bleibt deep!


**Ausschnitte aus den Folgen, teilweise mit Stimmen aus der Community: **

Folge 2: Mental Health bei der Arbeit 🎙️ Eine spannende Rückblende in die Startphase des Podcasts. Sollten wir uns auf der Arbeit "outen", wenn wir eine psychische Diagnose haben? Was sind Vor- und Nachteile? Was sind Alternativen? Was müssen Führungskräfte beachten.

Folge 3: Toxische Beziehungen 🎙️Dr. Eckhardt Roediger, Neurologe, Psychiater und Arzt für Psychotherapeutische Medizin, Past-Präsident der ISST

Folge 8: Body Positivity 🎙️ Stimme aus der Community, über das schwierige Shoppingerlebnisse als mehrgewichtige Person

Folge 20: ADHS im Erwachsenenalter 🎙️ Florian, Erwachsener mit ADHS über Zeitblindheit und Leidensdruck

🎙️Folge 25: Macht und Missbrauch: Katharina Wulf, Geschäftsführung, Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH), Kiel.

Folge 27: Fragetechniken der Profis 🎙️ Wir geben einen Einblick in echtes aktives Zuhören & Containment

Folge 30: Autismus 🎙️ Birgit Bohle, CHRO / Personalvorständin, Deutsche Telekom. Sie ist Mutter eines Autisten und Schirmherrin der Neurodiversity Community der Telekom.

Folge 31: Kreative Techniken 🎙️ Tina und Katrin simulieren eine Therapietechnik (Imagination)

Folge 33: Konsum und Sucht 🎙️ Tina und Katrin beleuchten die vermeintlich einzig wahre Zielerwartung "Abstinenz" in Suchttherapien. Ist das wirklich zielführend?

Folge 37: Mental Health am Arbeitsplatz 🎙️ Dr. Vera Luickhardt – Fachanwältin für Arbeitsrecht


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Über uns:

Tina Steckling, schematherapeutische Einzel-und Paartherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie Diplom-­Kunst­therapeutin und Sozialpädagogin, in eigener Praxis SOULMATES in Berlin, sowie BELTZ Autorin. Auf Instagram klärt sie unter @soulmatesberlin über Mental Health Themen auf. Als Autorin widmet sie sich dem Thema Social Media und Ethik, sowie Paartherapie.

Katrin Terwiel ist diplomierte Wirtschaftspsychologin und approbierte Psychotherapeutin (TP). Bis 2018 hatte sie eine eigene Psychotherapiepraxis, dann wechselte sie in die Wirtschaft und leitete globale Gesundheits- und Diversity-Abteilungen bei Zalando und der Deutschen Telekom. Seit 2024 ist sie wieder selbstständig. Als Consultant, Coach und Trainerin zu Diversity-Strategie, Mental Health und Neurodivergenz.

Katrins Homepage: www.Katrin-Terwiel.de Katrin postet regelmäßig auf LinkedIn zu Health & Diversity sowie HR Themen.

Tina postet zu Schematherapie und Beziehungsthemen, sowie akuten seelischen Krisen auf ihrer Homepage von Soulmates und regelmäßig auf Instagram.


Schnitt: Maren Kristin Hess

Transkript anzeigen

00:00:00: Liebe Diebsche Talks Community.

00:00:03: Heute ist eine besondere Folge dieses Podcast, denn ich Katrin möchte mich an dieser Stelle aus der Rolle der Co-host verabschieden bei euch verabscheiden, denn in meinem Leben gab es einige berufliche und private Veränderungen die ja zu dieser Entscheidung geführt haben.

00:00:21: wir haben uns entschieden jetzt nicht groß auf die Details einzugehen.

00:00:27: Einiges wird zugegebener Zeit vielleicht auch nochmal klarer, wenn man mir weiter folgt auf Social Media.

00:00:33: Aber zum jetzigen Zeitpunkt würde ich es gern einfach so stehen lassen und trotzdem diese Folge nutzen mich ganz herzlich für das Zuhören für eure Zeit, für eure Fragen, für ihre Kommentare zu bedanken vor allem für die vielen O-Töne, die uns beigesteuert wurden.

00:00:50: Wir haben so viele Experten und Expertinnen Stimmen gehört wir haben so viel Menschen gehört, die uns ihre persönlichsten Details erzählt haben.

00:01:01: Teils anonymen teils mit Namen und ja dieser Podcast hat uns jetzt über fünf eineinhalb Jahre begleitet sind vierzig Folgen entstanden Und daher haben wir uns gedacht dass wir diese Abschiedsfolge Ja eher mit dem Content Mit den Gesprächen mit den O-Tönen verbringen wollen als mit einem langen Dialog über das wieso weshalb warum und haben euch unsere ja liebsten Stellenmomente, Oh-Töne Diskussionen mal zusammengestellt.

00:01:34: Das ist keine abschließende Liste.

00:01:36: es gab noch viel mehr tolle Folgen und noch vielmehr tolle Momente.

00:01:40: das ist einfach eine Auswahl um vielleicht auch Menschen die noch nicht alles gehört haben einen Einblick zu geben und Lust machen auch nochmal in andere ältere Folgen reinzuhören.

00:01:50: also ein kleines best of ein medley der letzten folgen.

00:01:53: Ich wünsche euch dabei ganz viel Spaß und ja auch weiterhin mit allen Folgen, die in Zukunft kommen werden.

00:02:00: Viel Spaß!

00:02:02: Und für Tina und die Diebche Talks alles alles lieb.

00:02:06: ich bin ganz gespannt wohin die Reise geht und werde es aufmerksam verfolgen.

00:02:20: Heute geht es auch direkt um ein, wie ich finde, gewichtiges Thema und zwar soll es heute um schwierige Gespräche gehen.

00:02:30: Schwierige Gesprächen heißt Wie kann man wieder miteinander sprechen, wenn Schlimmes passiert ist?

00:02:37: Wenn Unsägliches gesagt wurde.

00:02:42: Und zwar es gibt von dem Friedemann Schulz von Thun, das ist ein ganz bekannter Kommunikationspsychologe den kennt man so vom vier Ohrenmodell oder die vier Seiten einer Botschaft.

00:02:53: und der hat beim Gespräch mit schwierigen Menschen, hat er gesagt dass wäre sinnvoll für sich selber und im Gespräch zu unterscheiden erst mal nach dem Verstehen, also auf jemanden zuzugehen.

00:03:06: Und wie du es auch gerade gesagt hast?

00:03:07: Ich möchte erstmal verstehen was meinst du da genau und was sind so die Hintergründe und durch den Austausch vielleicht ein Verständnis zu haben.

00:03:16: Also ich verstehe warum die Person das so sieht oder wie sie dazu kommt, wie sie geprägt ist, was ihr sozialer Hintergrund ist oder was ihre Bedürfnisse auch einfach sind an der Stelle was aber nicht heißt Einverstanden zu sein.

00:03:32: und das dann die dritte Unterscheidung.

00:03:34: Also ich kann es verstehen, ich kann auch Verständnis haben.

00:03:37: Das heißt nichts dass sich einverstanden bin.

00:03:39: Aber wenn ich das für mich auch in einem Gespräch erst nur so unterteile Und auch benenne Dass ich sagen kann Ich höre dir zu und dass ich nicht sofort Nein sage heißt nicht dass ich zustimme Sondern dass das glaube ich dann den Raum so bisschen auch schaffen kann dem wir brauchen um das dann auch hilfreich darauf reagieren zu können.

00:03:59: Ich glaube, dass haben wir ganz viel im Kopf... Wenn ich jetzt nicht sofort was dagegen sage, dann habe ich schon zugestimmt.

00:04:05: oder wenn ich jetzt Verständnis zeige, dann mache ich mich jetzt gemein mit den Menschen die da nicht irgendwie für irgendwas Aggressives oder Schlechte stehen.

00:04:14: Genau!

00:04:17: Das Wort Ambiguitätstoleranz oder Ambivalenztoleranz, also es ist vielleicht auch zwei Dinge nebeneinander existieren dürfen und irgendwie auch gleichzeitig wahr- oder da sein dürfen als sowieso auch eine der wichtigsten Fähigkeiten unserer Zeit würde ich denken.

00:04:31: Eben auch weil wie du schon gesagt hast das oft nicht die eine Erklärung gibt oder den einen Weg oder die eine Sichtweise rein neurologisch auch schon nicht aber auch in so einer komplexen Welt.

00:04:43: Aber ich habe gerade gedacht, an unsere Folgen zum Thema gute Fragen stellen.

00:04:48: Also wo es ja auch nochmal darum ging was ist eigentlich richtig Gutes zu hören, Aktives zu hören?

00:04:52: Und da haben wir auch gesagt das ist so unterschätzt weil erst wenn man jemandem das Gefühl gegen jemand richtig zugehört zu haben geht es oft überhaupt ins Konstruktive zu gehen und geht es Tipps zu geben

00:05:02: z.B.,

00:05:03: also wenn man überhaupt Tipps geben möchte aber therapeutisch z. B. Wenn ich mir nicht vernünftig angehört habe wieso jemand grade traurig ist und sich auswegs losfühlt.

00:05:13: Und brauche ich nicht mit einem Auswegsvorschlag kommen, selbst wenn das am Ende der Therapie vielleicht das ist was passieren wird um man da schon ahnt und man weiß dass wird helfen.

00:05:22: aber ich finde muss ich das so erarbeiten, dass die andere Person es überhaupt annehmen und aufnehmen kann jetzt so nach vorne zu gucken.

00:05:29: Ich finde bei soem Konflikt ist eigentlich ähnlich ne?

00:05:31: Das hast du gerade auch gesagt hast was ich noch mal in eigene Worte.

00:05:36: Dass man sich erstmal gegenseitig hören und sehen muss da oben überhaupt irgendeinen Mittelweg zu finden.

00:05:42: Ansonsten ist das sozusagen einfach gar nicht möglich, dann gibt es ganz automatische Widerstände und dann findet man glaube ich nicht das Potenzial was es gegeben hätte wenn man sich etwas mehr Zeit genommen hätte für's Gegenüber.

00:05:56: Ja, ja.

00:05:56: Es wäre so schwierig, wenn äh so Äußerungen oder... Ich sag mal als Beispiel keine Ahnung, was jetzt gerade was fehlt?

00:06:04: So in den USA erleben wieder Frauenrechte, ne, so zurückgedreht werden Keine Ahnung.

00:06:09: Und dann mit dem absoluten Abtreibungsverbot, auch wenn ein Kind elf Jahre alt ist und das... Also was es sich so einen Inzest missbrauchsgeschehen war.

00:06:20: Und trotzdem nicht.

00:06:21: Das ist natürlich etwas, was hochemotional ist, dass ich da zu einem Punkt zu kommen, jetzt möchte ich trotzdem erst mal verstehen

00:06:28: usw.,

00:06:29: dachte ich, boah man, wie machst du das denn?

00:06:31: Wenn jemand, also wenn dann tatsächlich, also ich hatte jetzt nicht die Situation aber Wenn da jetzt irgendwie so keine Ahnung, wenn man Mitte vierzig erzählen würde, warum das richtig ist.

00:06:42: Dass die Mädchen dann irgendwie trotzdem die Schwangerschaft dann so weiterführen müssten und was mir jetzt so aktuell da so ein bisschen bei geholfen hat war auch nochmal so die Perspektive ein bisschen weg vom Sachenhalt dass Menschen Dinge nicht nur deswegen vertreten weil sie wirklich in einer freien Entscheidung sagen, ah ja diese Standpunkte oder diese politische Sicht finde ich gut.

00:07:12: Sondern dass das eben ganz häufig auch einfach damit zu tun hat, dass man zu einer Gruppe sich zugehörig gefühlt möchte und wenn zum Beispiel die ganze Familie das so sieht und man möchte nicht aus dieser Familie ausgeschlossen werden, man das besser auch so sieht?

00:07:26: Und das ist ja manchmal auch so... Wenn jetzt keine Ahnung auf dem Schulhof die beliebten Kinder den Ton angeben und dann isst der Ton jetzt dieser Und man hätte wirklich jeden Tag negative Konsequenzen zu spüren.

00:07:39: Wenn man sich dagegen stellt, dann geht es einfach darum was anderes und diese ein bisschen mit im Blick zu haben.

00:07:47: wie hat sich denn so eine Meinung überhaupt gebildet?

00:07:49: Was hat dazu geführt dass das so geäußert wird und ist ja Mensch da wirklich frei auch drin eine andere Position einzunehmen in der Situation in der er gerade ist und dass wir zugewürcht sein wollen?

00:08:02: Das erleben wir doch auch jetzt so.

00:08:03: gerade, wenn es irgendwie... Wenn man sich so fragt warum ist das so attraktiv für manche Jugendliche?

00:08:09: Jetzt sich so rechtsradikalen Gruppierungen anzuschließen.

00:08:12: Und was ganz oben ja immer steht, da ist man willkommen, da wird man aufgenommen, damit man anerkannt.

00:08:18: Da steht man füreinander ein und dieses ganze Bedürfnis nach Bindung und Zuhörigkeit, da so stark befriedigt wird.

00:08:29: ist es halt leicht gesagt zu sagen, jetzt hier handel mal werte orientiert und ich ließe dir diese werte auch mal alleine für dich so wenn das umfeld doch anders ist mir dass persönlich so geholfen um da ein bisschen ja also dadurch etwas komplexer zu sehen dieses innere von oh mein gott das kann man doch so nicht sehen ein bisschen für den moment etwas mehr so sein lassen zu können.

00:08:59: Das ist nicht das einzige Problem, was wir hier haben.

00:09:03: Es ist nicht nur der Sachenhalt.

00:09:14: Tina, worüber möchtest du heute sprechen?

00:09:16: Und zwar wäre es mir so ein Anliegen oder ist im Moment auch mehr in meinem Kopf?

00:09:22: die Frage, wo ich bin mit dem Thema seelische Gesundheit, Mental Health gesellschaftlich und auch, was die Stigmatisierung angeht ... Wie ist das denn eigentlich in so einem modernen Unternehmen?

00:09:36: Oder wie ist es in der Arbeitswelt.

00:09:46: Je mehr man sich überlegt, was hat mit Arbeit zu tun, desto leichter wird es.

00:09:50: Also geht's mir darum, dass ich mir ein Beispiel ... Jemand mit einer schweren Depression sagt seiner Führungskraft war oder hat sich oft krank gemeldet und ist zu spät erschienen usw.

00:10:05: Ja, also mir fällt es nicht so leicht morgens aus dem Bett zu kommen.

00:10:08: Das ist auch irgendwie.

00:10:10: das ist nicht einfach ein motivationales Problem oder nicht weil ich irgendjemandem ja ans Auswischen will oder so oder mit die Arbeit nicht.

00:10:17: Und

00:10:17: die Direktivität?

00:10:20: Sondern eine gesundheitliche Sache.

00:10:22: bei mir würde das sehr helfen morgens einen Termin zu haben.

00:10:26: Für mich ist es schwieriger aus dem Bett zu kommen wenn... eigentlich keiner auf mich wartet, wenn der erste Termin erst um zwölf ist.

00:10:32: Das ist ja etwas sehr, sehr Konkretes, wo dann eine Führungskraft auch weiß was sie anbieten kann.

00:10:37: und andersrum würde ich auch Führungskräften empfehlen, wenn Sie mit solchen Themen in Berührungen kommen genau solche Sachen zu fragen also eher zu gucken hat das Auswirkungen auf die Arbeit?

00:10:47: Hat die Arbeitsauswirkung auf den Gesundheitszustand positiv wie negativ?

00:10:51: gibt es Tage an denen's besonders gut läuft oder schwierig läuft, die es leichter oder schwerer machen?

00:10:57: Und dann kann ich da vielleicht auch was anbieten, weil es ist schon auch eine ... Zeig mal.

00:11:02: Eine feine Linie dessen, was dann in Ordnung ist?

00:11:06: Ich finde als man darf alles mögliche Fragen in einem vertrauten Gespräch.

00:11:11: Es ist aber rechtlich so, dass ich als Unternehmen erst einmal das mich der Gesundheitszustand oder Diagnosen nichts anzugehen haben und ich sollte nicht nachbohren und keinen Druck machen.

00:11:20: Und ich darf nicht nach jedem Fehltag sagen, was ist denn eigentlich mit Ihnen los?

00:11:26: Ja, ich kann aber sehr wohl sagen.

00:11:28: Ich habe eine Fürsorgepflicht.

00:11:30: Ich möchte gerne oder ohne auch ohne diese Sperre geworden, aber ich möchte gerne dazu beitragen, dass du das zu gerne und gesund bei uns arbeiten kannst, dass wir optimale Arbeitsbedingungen haben.

00:11:42: Und ich hab mich gefragt ob es aufgefallen ist, was öfter gefehlt?

00:11:45: Und ich habe mich gefragt, ob es irgendwas gibt, was mit der Arbeit zu tun hat oder mit mir, was wir verändern könnten, was ich unterstützen würde.

00:11:53: Das ist immer in Ordnung und dieser Bereich ist, glaube ich, ein guter Mittelweg.

00:11:57: Und natürlich kann man – wenn man eine engere Beziehung hat zu einer Führungskraft auch ganz privat sprechen?

00:12:03: Das ist ja überhaupt nicht verboten!

00:12:05: Es ist, glaub ich nur, Gutes abzuwägen.

00:12:08: Welche Schattierung ist denn eigentlich für mich passend?

00:12:10: Und dann auch… Ist das denn die gleiche Schattierungen, die bei anderen ankommen soll?

00:12:14: Wieder ein Beispiel, wenn jemand multiple Sklerose hat und sich dazu der Führungskraft äußert und sagt, was ich bräuchte wäre.

00:12:24: Was mehr Ruhe und zurückgezogen hat weil meine Stressresistenz anders geworden ist?

00:12:28: Weil ich nicht so viele Geräusche auf einmal gut wahrnehmen kann oder weil ich anders sitzen muss.

00:12:34: Dann ist natürlich schon die Frage wenn dann andere im Team fragen wie so krieg ich denn keinen anderen Stuhl?

00:12:41: Was soll die Führungskraft antworten?

00:12:42: Weil da ist es auch unangenehm Huch, gute Frage kommt!

00:12:48: Also auch sowas gemeinsam zu besprechen.

00:12:50: Wenn es besondere Regelungen gibt wie kommunizieren wir dem Team dass es diese besonderen Regelung gibt?

00:12:56: Das halte ich irgendwie auch für extrem wichtig gerade wenn es sozusagen so eine Extrawurst gebraten wird sozusagen das dann in einem Rahmen präsentiert wird oder ob an der Art und Weise dass das eben nachvollzogen werden kann ohne dass dann eben sozusagen zu viel preis gegeben werden muss.

00:13:15: Und was ich finde, auch was so rausklingt ist eigentlich, das find' ich selber ganz interessant.

00:13:19: Dass es offenbar vor allem um einen selbstbewussten Umgang damit geht.

00:13:24: Also dass derjenige sich seine Bedürfnisse klar werden soll und dafür einfach dafür auch souverän eintreten darf.

00:13:36: Da macht das natürlich leichter wenn es da Vorbilder gibt oder eben auch... Wie du schon sagst, wenn man überhaupt diese Themen auch schon mal gehört hat.

00:13:44: Dass die auch da sein dürfen das Mental Health-Themen aber auch im Arbeitskontext wie gesagt mit zum guten Ton gehören und nicht irgendwie nur hinter vorgehaltene Hand besprochen werden.

00:14:07: Das Wort toxisch-toxische Beziehung gibt es halt gerade in Social Media an jeder Ecke.

00:14:12: Und Es ist die Frage Was würdest Du sagen?

00:14:16: Gibt es toxische Beziehungen?

00:14:20: bei denen vielleicht auch der Rat wäre, dass sie beendet werden sollten.

00:14:24: Na klar gibt's das!

00:14:25: Weil es gibt ja das Problem, dass du durch die Prägung deiner Kindheit Gefahr läufst wenn du das nicht reflektierst wie was dein Beuteschema ist und dann nennen wir das ja im Volksmorge.

00:14:36: Hast du eine hohe Chance die Partner heute unbewusst auszuwählen nach dem was du von deiner kindheit als vertraut empfindest und kennst?

00:14:45: Man nimmt was man kennt.

00:14:47: Das ist die Gefahr.

00:14:48: Also das wäre ja das Beute Schema.

00:14:49: Wir haben das Chemistry in der Chemotherapie Sprache, aber die Idee ist, dass man eine unbewusste Anziehung zum Vertrauten hat.

00:14:57: Aber das Vertraute ist natürlich das was man von früher auch kennt.

00:15:00: Das heißt wenn du in der Kindheit die Erfahrung von Vernachlässigung gemacht hast und dich darauf irgendwie eingerichtet hast, ist die Gefahr groß, dass zu deinem Partner oder deinen Partnerin eben tolerierst, dass du auch wieder vernachläßig wirst also in erduldende unterordnende Beziehungshaltung gehst, eine Rolle gehst.

00:15:18: also Modus nennt man das in der Schematherapeutin Berätungsmodus.

00:15:21: Dass du dich in der untergeordneten toleranten, dulzamen Rolle wieder findest was natürlich dann indirekt den Partner erlaubt immer dominanter oder eigensinniger zu werden, immer egozentrischer Das beschreibt der Jubilee sehr schön im Kollisionsprinzip dass das am Anfang erst mal toleriert wird.

00:15:37: aber wenn sich das weiter eskaliert Dann wird der Dominant immer dominanter und ausbeuterischer oder egocentrischer, fremdgehend.

00:15:44: Oder was man halt so alles da machen kann oder insgesamt einfach ökstischer?

00:15:48: Und wenn du dann in der abhängigen Opferrolle hängen bleibst weil die dir nahegelegt ist, dann wird das toxisch!

00:15:56: Weil du sozusagen dein Bindungsbedürfnis so hoch bewertest dass du sagst ich mach alles was du willst hauptsächlich verlässt mich nicht aber dann bist du ein Opfer Und das gesunde Selbstbehauptungsbein, was es jetzt aufgleichen könnte ist zu schwach ausgebildet weil dann die Angst vor dem Alleinsein so groß ist.

00:16:14: Weil man sich gar nicht zutraut auf den Selbstbehaftungs- oder auch Selbsthautungsbeinen irgendwie klarzukauern und...

00:16:20: Dann verstärkt dich das immer

00:16:22: weiter!

00:16:22: Da hängst du in der Falle.

00:16:23: Das nennt der Treffschirjang ja auch eine Lebensfalle.

00:16:26: aber das Problem ist nicht dass der andere toxisch isst hast Du ja nicht gesagt sondern Du hast ja noch gesagt die Beziehung ist toxisch

00:16:32: Aber

00:16:32: die gestaltest Du mit.

00:16:34: Also die Aufgabe wäre jetzt dem, der als Opfer ankommt und heult und sagt mein Arter ist so böse zu mir.

00:16:41: Zu gucken

00:16:43: was du und was die betreffende Person dazu beiträgt indem sie in der Rolle bleibt.

00:16:47: weil ja man ändert nichts.

00:16:49: oder metaphorisch sagen wir man kann mit einer Hand nicht klatschen wenn selbst wenn die eine hand die aktive beim klatschnen ist hältst die andere hand zumindest dagegen sonst klatscht es sich.

00:16:58: und dieses dagegenhalten diese passive opferrolle Ist das wo die Betroffenen sich aber in Anführungsstrichen dafür entschieden haben, weil sie könnte das anders machen.

00:17:09: Andere Menschen machen es an.

00:17:11: Und dann verhalten sich die anderen auch halt.

00:17:12: Wir haben ihren Anteil darin?

00:17:14: Ja,

00:17:14: den steigen das mit!

00:17:15: Wenn die Schuld nur beim anderen gesehen wird oder mit dem Austausch des Partnern ist... Nein,

00:17:19: und wenn der Austauschs hast eine hohe Chance wieder einzufinden, wer der dominant ausbeutelisch

00:17:24: ist.

00:17:25: Weil die innere Einstellung nicht reflektiert oder verändert ist.

00:17:29: Und da ist der Ansatzpunkt.

00:17:30: Es geht nicht darum zu jammern, dass der Partner so böse ist sondern das Verhalten so zu verändern... ...dass er in seinem Verhalt nicht verstärkt wird.

00:17:37: Dann hat er zwei Möglichkeiten.

00:17:39: Er ändert sich und er sieht kann aber nur sein oder es kommt eben zum Herabstand.

00:17:43: Man muss ja auch nicht gleich drinnen, weil keine Rasse macht Abstand gehen.

00:17:46: Okay dann sehen wir uns weniger, jeder macht mehr was Eigenes?

00:17:50: Und dann kann sich die Beziehung neu auspälen.

00:17:52: Also was wir so ein Living together apartnen man lebt zusammen aber ein bisschen mit Abstand

00:17:57: wie die beiden großen Bäume, die schöner Wachstum mit mehr Abstand sind.

00:18:00: Ja genau, das ist dieser differenzierungsorientierte Ansatz in der Bratte.

00:18:04: Man muss nicht alles teilen und dann können sie sich neu auspendeln.

00:18:08: Und wenn dann der andere merkt okay ich muss was tun damit die net zu mehr ist, dann macht es vielleicht.

00:18:16: Wenn nicht geht bei dem Abstand größer bis da ein dass man sagt okay dann zurecht mir vielleicht aus dieser neugeborenen Autonomie die musst du ja entwickeln.

00:18:24: Beziehung mit mehr Abstand musst du ja mehr für dich selber sorgen.

00:18:27: Und dann hast Du das gelernt, was Du brauchst um Notfallsauch ohne den anderen Klassik.

00:18:30: Das

00:18:30: heißt im Prinzip Trennung von dieser Art von Beziehungen aber nicht unbedingt von diesem Parken?

00:18:34: Ja klar!

00:18:35: Von dem Beziehungsmuster weil Du das mitten überlegst.

00:18:37: Hast Du nichts des Opfers und dann bist Du der Mitgestalten und das muss man hier heute gestecken.

00:18:41: Da wirst Du etwas tun können.

00:18:43: Ja ganz herzlichen Dank.

00:18:55: Ich würde heute sehr gerne über Körperbilder sprechen.

00:19:00: Über unser Verhältnis zu unserem Körper Was es da für Besonderheiten gibt und vielleicht auch für Schwierigkeiten und Einflüsse.

00:19:16: Das ist tatsächlich das nächste Ambivalenzthema, was ich vor die Positivität habe.

00:19:22: Du schreibst gerade nicht so denke, naja also der erste Druck ist wie einen Normkörper zu haben und der zweite ist wenn nicht dann muss man aber wenigstens.

00:19:32: Wenn nicht, ist man ja auch wieder selbst schuld sich selber irgendwie lieben Irgendwie einfach doch das anziehen, was man möchte.

00:19:41: Was es nirgendwo zu kaufen gibt oder so.

00:19:42: also dann einfach nicht für jeden Körper gemacht ist ja oder auf jeden Fall der Druck lauern

00:19:49: an jeder Ecke

00:19:51: schwierig und auch da

00:19:53: aber die Gesamts dieses themas noch wie gesagt immer zurück irgendwie bei dem Motorrad Fahrer dastehen nicht alle irgendwie uns sagen ja aber dann aber wenigstens dies oder dass dass dieser Druck, der da doch so spürbar ist.

00:20:05: Dass es in welche Richtung auch immer irgendwie nicht einfach mal nur so sein darf

00:20:09: und auch das Gefühl dann auf nichts zu sein.

00:20:11: Also empfehle ich das auch total.

00:20:14: deswegen meine ich, das ist ein solches glatte Eis Thema weil also auch dann nett gemeinte Kommentare von Freundinnen die noch nie übergewichtig waren.

00:20:23: So nach dem Motto Mensch, das is ja auch wie man in den Wald ruft ruf zurück ne?

00:20:28: Das hat ja auch vieler mit der Einstellung zu tun Und man sieht, was man so

00:20:35: z.B.,

00:20:36: ob man angeflirtet wird oder nicht?

00:20:38: Achso, Attraktivität sozusagen, Erfolg aufbinden.

00:20:40: Manchmal ist

00:20:41: es auch eine tolle Frau und du musst das nur selber fühlen... ...und dann erlebst du das auch zurück!

00:20:47: Ich glaube, es ist...

00:20:49: Da sind wir wieder bei Folge fünf.

00:20:51: Das ist

00:20:52: richtig und falsch, weil das natürlich startet ganz vieles mit Selbstacceptanz und ohne geht es irgendwie auch nicht.

00:20:57: Ich kann also ohne mir selber zurechtzukommen, weil ich auch ohnehin keine glückliche Beziehung füllen könnte.

00:21:02: Und wenn ich mich selber hasse dann ist es sehr unwahrscheinlich dass ich was ganz Positives ausstrahle, was andere Menschen fasziniert aber... Oder Menschen

00:21:10: auch so an mich heranlassen oder?

00:21:11: Genau, ein Mensch nur an sich heran lasse Aber Nur weil ich irgendwie, also das alleine ist es doch nicht.

00:21:16: Ist doch nicht nur unser subjektiver Blick auf die Welt oder dass sich Menschen einbilden, dass sie anders wahrgenommen werden wenn Sie mit Normkörperfreundinnen unterwegs sind beim Feiern?

00:21:28: Sie

00:21:28: werden die Erfahrung gemacht haben, dass da unterschiedliche Reaktionen auf den... Auf die unterschiedlichen Körperformen erfolgen.

00:21:36: Das ist dann nicht ausgedacht und das so wegzuwischen ist dann auch ja.

00:21:41: Macht das auch nicht besser an der Stelle, glaube ich?

00:21:43: Nee.

00:21:43: Das ist eigentlich die zweite Verletzung irgendwie.

00:21:46: Als hätte man sich was eingebildet oder als würde man sich extra schwer machen.

00:21:49: Eigentlich wäre es gar nicht schwer.

00:21:50: Dieser

00:21:50: Folge fünf ... Die Frauen können ja halt nicht so gut verhandeln mit dem Geheizverhandlungen.

00:21:55: Oder den Depressiven zu sagen sie müssten sich nur mal ein bisschen bewegen oder ein bisschen positiver auf die Welt gucken.

00:22:03: Ja, ich würde behaupten dass wahrscheinlich jede und jeder hat mit großem Körper in irgendeiner Weise in der Kindheit negative Erfahrungen im Bezug auf sein oder ihren Körper gesammelt haben, die einen bis heute ein Stück weit begleiten und nicht nur die ja vielleicht konkreten Situationen, die sich fangert haben sondern auch Denk- und Handlungsweisen, die daraus resultieren.

00:22:28: Ohne behaupten zu können dass ich als Kinder der Jugendliche krass gemobbt wurde Ich hatte dann sehr stabiles Umfeld sowohl im Freundes- also auch Familienkreis sind es trotzdem Situationen die einen da prägen.

00:22:41: Also sei es, dass man als Jugendlichen die Stadt fährt mit den Freundinnen zum Shoppen

00:22:47: aber selbst

00:22:48: nie Kleidershoppt weil ja in den Hippen Läden wie H&M alles bei Kleidergröße forty aufhört und wann dann schon bei Größe XL ist und einem quasi suggeriert wird das man das nicht tragen kann ob jetzt durch solche einschränkten Mechanismen oder auch von außen.

00:23:05: Bei mir hat das dazu geführt Jungsglader getragen habe oder auch Schlapperlook.

00:23:10: Ja, was natürlich langfristig auch eine Wirkung entfaltet nicht nur aufs Äußere sondern auch aufs Innere und definitiv das Gegenteil von, ich nenn's jetzt mal Embrace Your Body ist.

00:23:20: man bestätigt sich ja ein Stück weit auch seiner selbst die zeigt jetzt mal schöne Kleidung nicht wert zu sein und stückweit sich auch dem Schönheitsideal aktivzuziehen was in unserer Gesellschaft so hat verankert es weil man natürlich auch in keiner Zeitschrift in keiner Fernsehserie keinem Film in irgendeiner Weise repräsentiert wird.

00:23:39: Also Menschen mit großen Körpern gehören einfach immer noch nicht zu der medialen Diversität, Vielfalt die abgebildet wird sondern sind oft auch einfach Randfiguren, Witzfiguren oder irgendwelche Sonderrollen.

00:24:18: Also das ist der Uthund von Florian, der davon berichtet werden ihn auch später nochmal zu anderen Themen hören aber was so für ihn die deutlichsten Symptome sind wie er das beschreiben würde.

00:24:31: Also erstens dass du ein wahnsinnig interessungsgeleitetes gehören hast.

00:24:35: also die Botenstoffe dafür dass sozusagen Dinge interessant sind sind häufig einfach nicht da für die Dinge die wir machen müssen.

00:24:44: dann zum Beispiel, ich arbeite schon sehr viel aber wenn ich jetzt manchmal habe ich Tage da komme ich zwei E-Mails und fühle mich unfassbar gestresst.

00:24:52: Und ja gerade richtig in Panik das Gefühl wie soll ich das alles schaffen oder kann mich einfach nicht dazu motivieren diese Zwei E-mails zu beantworten?

00:25:00: Dann verstreicht ein ganzer Tag und ich hab nichts getan... ...und dann folgt so eine Scharn- und Schultspirale dass man sich natürlich vorbevormachter sagt Das ist eigentlich los was es verkehrt mit dir warum schaffst du's nicht zwei Emails zu Beantworten?

00:25:13: Und gleichzeitig kann das dann passieren, am nächsten Tag dass man die Fixi Idee bekommt seinen Bücherregal neu zu sortieren und dann wirklich fünf sechs Stunden ein Stück Büchter als Bücherlegal sortiert.

00:25:24: Und dann überhaupt nichts macht!

00:25:26: Weil ich glaube in Meldformen kennen das wahrscheinlich viele so diese Prokrastinations-Denken.

00:25:31: aber es ist schon sehr sehr heftig wenn man so einen Überfokus bekommt auf eine Sache.

00:25:35: Es kann auch wunderwunderschön sein weil man sich wahnsinnig intensiv mit etwas beschäftigt weil man aber auch ganz häufig sich in Themen reinkniet eine große Diversität an Interessen eben auch hat.

00:25:48: Es ist auch insofern wiederum wunderschön und finde ich, der Herr ist eigentlich auch ne ... ja habe ich auch einen gewissen Frieden damit dass man extrem kreativ ist das man natürlich auch lernt sehr spontan zu sein auch ja auch spontan sein zu müssen auch gut improvisieren können irgendwann Genau, aber es ist eben der andere Teil.

00:26:09: Die anderen Seite der Medaille ist dann auch die Tatsache dass man zum Beispiel ganz häufig sich einfach überhaupt nicht gut fokussieren kann.

00:26:16: das ist wahnsinnig schwerfällig auf diese Sache zu konzentrieren, die man gerade vor sich hat.

00:26:20: also zb das wird glaube ich bei mir immer schlimmer.

00:26:23: Ich konnte früher ganz gut im Zug auch mal Buch lesen oder was anderes machen heute.

00:26:28: Kann ich das fast überhaupt nicht mehr?

00:26:30: Also wenn da mich irgendwie Sachen herum sind, dann ist für mich das alles gelaufen Dann muss ich mir schon Ebenwas überlegen.

00:26:38: Also der Florian berichtet ja da nochmal, also bestätigt eigentlich das was wir so gesagt haben.

00:26:44: aber betont noch mal finde ich vor allem diese Schuld- und Schamspirale wie er sie nennt und dieses sich selber dann so fertig machen ist eigentlich los mit dir.

00:26:54: Das scheint sehr eindrücklich zu sein für ihn.

00:26:56: oder sehr einschränkend und belastend Genau und eine Auswirkung davon kann eben auch die sogenannte Timenblindness sein, also zu spät kommen.

00:27:05: Da habe ich noch mal ein kleines Beispiel vom Fluorian mitgebracht, weil es doch sehr eindrücklich fand, da können wir nochmal einmal kurz reinhören... in Zeitverzug gesellt.

00:27:33: Und da war es sehr extrem, jetzt vor ein paar Wochen um acht Uhr.

00:27:36: wie gesagt der Termin.

00:27:37: ich bin sehr früh aufgestanden die Ärztin ist gar nicht weit weg nur zwei Straßen weiter und ich dachte um halb acht naja gut das stand ich.

00:27:45: dann kam mich gerade aus der Dusche dachte ich kein Problem locker ne siehst dich an gehst los schaffst du noch viertel vor dachte ich ja gut viertels Stunde.

00:27:53: ich mein jetzt kommste halt zum Schluss und dann schaffste das schon.

00:27:57: was dachte ich auch um zehn vor oder fünf vor Und im Fünf nach acht stand ich, da hab' ich mich wirklich dabei erwischt wie ich noch das Stand im Badezimmer und gedacht habe.

00:28:07: Das ist gar kein Problem.

00:28:08: also wenn du jetzt noch zügig gehst und so dann kommt man's ja noch dran.

00:28:12: Also das sind wirklich so lustige Ausspielereien davon.

00:28:18: aber es ist nicht immer lustig.

00:28:19: Es ist eben auch eine große Last manchmal dass man einfach lernen muss auch mal liebevoll mit sich zu sein.

00:28:26: das ist glaube ich meine große Erkenntnis.

00:28:30: Ja, also das nochmal ein eindrückliches Beispiel von Time Blindness.

00:28:34: Was so Menschen vielleicht sehr pünktliche Menschen sich ja manchmal fragen wie zum Geier kann man eigentlich immer zu spät kommen?

00:28:41: Das ist ganz gutes Beispiel dafür!

00:28:43: Ja und ich finde dass es auch wirklich ein wichtiger Punkt, dass ADS dadurch auch Schwierigkeiten im sozialen Kontext machen kann und da einfach durch die Unwissenheit oder das Missverstehen schon zu Problemen führen kann, wenn die andere Person immer zu spät kommt und ich mich dadurch vielleicht irgendwie schlecht behandelt fühle.

00:29:01: oder auch das was wir vorhin hatten mit der Impulsivität.

00:29:07: Keiner wird gerne oft unterbrochen oder so.

00:29:11: Dass auf jeden Fall auch ein Thema ist womit dann Menschen mit ADHS dann auch zu kämpfen haben dass es dann im sozialen Gefüge durchaus auch mal zu Schwierigkeiten kommt in der Kombination damit Kritik nicht immer gut angenommen werden kann, also zumindest nicht wenn man in einen Hyperfokus gerät.

00:29:27: In einem Negativen.

00:29:29: Das heißt nicht dass Menschen mit ADS grundsätzlich nicht kritikfähig sind das überhaupt nicht.

00:29:34: nur wenn der negative Hyperfocus anspringt und dann sozusagen nur noch aus dieser Kritik besteht kann man sich auch vorstellen dass es dann im Tischen menschlich nicht immer einfach ist um so wichtiger auch sich selbst darin zu kennen und das dann so einschätzen zu können.

00:29:50: Ja, absolut.

00:29:51: Ich habe gerade noch mal kurz gedacht das ist ja wirklich auch die Kruxen.

00:29:54: Also es ist oft bei psychischen Erkrankungen so.

00:29:56: aber in dem Fall ist das finde ich sehr eindrücklich weil kann jetzt nicht automatisch von Verhalten auf Intention schließen.

00:30:02: Das heißt nicht dass Florian der Arzttermin nicht wichtig war zum Beispiel.

00:30:06: Nicht automatisch sondern es ist sozusagen das ganze Leben ist ja so also selbst die Dinge die am allerwichtigsten sind an dem Tag nicht funktionieren und anstatt dessen dann vielleicht Plötzlich aber die Pflanzen auf dem Balkon gerade geschnitten sind oder sowas überhaupt nicht relevant war und da leiden Menschen ja sehr drunter.

00:30:23: Das heißt, das ist nicht automatisch die Intention.

00:30:25: Und gleichzeitig ist es natürlich auch nicht förderlich fürs soziale Zusammenleben immer nur zu sagen sorry weil meine Erkrankung... Es ist so wie wenn wir ein Mensch mit Depression jetzt immer sagen kann ich bin eben depressiv also irgendwie da einen Mittelweg zu finden und zu balancieren zwischen.

00:30:43: Also ich versuche trotzdem an mir zu arbeiten und ich kann auch verstehen, wenn Menschen um mich herum reagieren auf mein Verhalten.

00:30:49: Und versuche auch Dinge zu ändern und gleichzeitig aber auch das Umfeld was ein gewisses Verständnis braucht und nicht zu viel unterstellen darf und auch die Person selber, die ihren Selbstwert da auch stabil halten muss und nicht noch so gemeint zu sich selbst sein darf.

00:31:18: Und zwar wollen wir heute über das Thema Macht Manipulation und Missbrauch sprechen Und was wir in den Trainings leider auch immer mitbekommen, ist dass die Menschen sehr, sehr vorsichtig sind Taten betrieblichen Kontext zu melden.

00:31:40: Das ist nicht zuletzt dadurch begründet das so ein Arbeitsverhältnis natürlich auch ein starkes Abhängigkeits-Verhältnis bedeutet man es vielleicht wirtschaftlich abhängig von der Tätigkeit die man ausübt und kann dann nicht mal ebenso sagen ich gehe da nicht mehr hin macht er nicht mehr mit und deshalb sind viele der Auffassungen okay ich edule das jetzt ich geh da Tag für Tag mit Bauchschmerzen hin aber ich kann ja eh nichts tun.

00:31:58: Und hier ist halt ganz viel Aufklärungsarbeit wichtig, weil man kann ganz viel tun.

00:32:01: Man muss nichts erdulden und Arbeitgeber sind in der Pflicht da etwas zu tun

00:32:05: usw.,

00:32:06: aber da ist eine ganz große Aufklärung zu leisten und ein ganz großes Bewusstsein erst zu schaffen in den Köpfen.

00:32:13: Ja ich merke gerade so... Ich glaube das ist wahrscheinlich wirklich... So haben wir ja auch eingeleitet, aber am Ende der Fokus dieser Folge des Bewusstseins von Macht also macht wo übe ich sie aus?

00:32:25: oder es vielleicht wollen?

00:32:26: oder zu wissen Und wo hat das was mit mir zu tun und meiner Position in einem Unternehmen, wo hat es vielleicht aber auch mit so Privilegien zu tun?

00:32:35: Das Thema hatten wir ja auch schon ein paar Mal.

00:32:36: So Glück in der Gewurzlotterie und wo hat dass mit der Situation zu tun.

00:32:41: Aber auch sich der Macht bewusst zu sein, dass man im Recht ist und etwas tun kann wenn mehr etwas passiert.

00:32:48: Dass ich damit nicht alleine bin und dass diese Schuldgefühle vielleicht die sich da einschleichen normal sind mir was Gutes zu tun und am Ende mir trotzdem so weh tut.

00:32:58: Und irgendwie, also auch da mich meiner Macht wiederzuerinnern?

00:33:02: Absolut!

00:33:04: Einerseits würde ich mir auch so erhoffend zum Bewusstsein und so eine Sensibilisierung für eben Machtstruktur, Machtdynamik zu haben.

00:33:12: Ich finde es auch schön dass der Robert davon spricht nicht nur so passiv sozusagen darin zu sein sondern dann auch seine Macht dann auch so zu nutzen indem man eben auch dafür quasi so eintritt für etwas steht.

00:33:25: Und auf der anderen Seite, und da haben wir gleich auch noch so einen ganz tollen Urton zu.

00:33:29: So diese eigene Rolle wenn man in die Situation gekommen ist dass einem Unrecht in irgendeiner Weise wieder fahren ist Da

00:33:38: ja

00:33:39: zu gucken wie können wir das machen darin selbstbewusster zu werden?

00:33:42: Und eben ein Punkt finde ich eben auch mit dieser Automatismus der Schuldgefühle zu erkennen einordnen zu können, dass es irgendwie eine Schutzfunktion einerseits hat.

00:33:50: Aber andererseits uns nach hinten raus eher eine dysfunktionale Bewältigungsstrategie ist und schauen wie kann man dann doch in die Ermächtigung kommen?

00:33:59: Und die eben auch bedeutet ein bisschen das mit auszuhalten, dass wir alle sozusagen dabei so unterstützen können was mit auszuhalten durch eine klare Haltung.

00:34:13: Unrecht ist Unrechtspunkt und Gewalt ist Gewaltpunkt.

00:34:18: Es spielt gar keine Rolle, was da für unwesentlichen Umstände waren, die auf einmal in Inkenkausalen zusammengebracht werden

00:34:27: sollen.".

00:34:28: Das finde ich auch ganz interessant.

00:34:29: Wir haben einen O-Ton von der Katharina, die stellt sich gleich noch mal vor, die mit gewaltbetroffenen Frauen arbeitet.

00:34:37: Und sie sagt, es gibt eben auch ein gesellschaftliches Bild davon... wie dem Bitte schön ein Opfer sich auch zu verhalten hat, dass wir dann auch das anerkennen und da empathisch mit umgehen.

00:34:48: Und wie auch bitte nicht?

00:34:50: Mein Name ist Katharina Wulf und ich spreche für den Landesverband der Frauenberatungsstellen in Schleswig-Holstein.

00:34:55: In den Beratungsställen werden Frauen beraten die in ihrer Biografie Gewalt erfahren haben oder aktuell noch erfahren.

00:35:02: Unsere Schwerpunkte dabei sind die häusliche und die sexualisierte Gewalt.

00:35:05: In unserer Arbeit stellen wir immer wieder fest, dass Frauen nicht geglaubt wird was sie erleben.

00:35:10: Und das hängt auch damit zusammen, dass die Vorstellung darüber wie eine gewaltbetroffene Frau zu sein hat sich nicht immer mit der Frau deckt, die uns dann gegenübersteht.

00:35:19: Ein Übergriff erleben zu müssen ist eine schlimme Erfahrung und im Allgemeinen wird erwartet es einer Betroffener Wein, dass sie nur schwer von ihren Erfahrungen berichten kann – daß sie sich unwohl fühlt, dass er sich eventuell sogar Zuhause verkricht.

00:35:33: Frauen, die selbstverständlich und laut mitteilen, dass ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben missachtet wurde, passen weniger in dieses

00:35:39: Bild.".

00:35:40: Und dann kann es passieren, dass Zweifel an ihrer Aussage aufkommen.

00:35:43: Die Frauen in der Beratung berichten uns – wie sehr sie darunter leiden wenn zum Beispiel Freunde oder Kolleginnen das Erlebte an Zweifeln oder Kleinen reden?

00:35:52: Nach dem Morddodo kannst ja noch lachen so schlimm wird es doch offensichtlich nicht gewesen sein!

00:35:56: Das ist verletzend.

00:35:58: Richtig schädlich wird es, wenn auch die Polizei und die Justiz an diesen Vorstellungen einer Betroffenen

00:36:02: hängen.".

00:36:04: Ich habe eine solche Frau vor Gericht erlebt.

00:36:07: Sie sagte über den mutmaßlichen Täter in der Verhandlung Zitat Ich konnte nicht fassen, dass das so ein Arschloch ist.

00:36:14: Meine Sitznachbarin, eine erfahrene Pressevertreterin lehnte sich zu mir hinüber und flüsterte – na, die wirkte ja nicht gerade traumatisiert!

00:36:22: Im Zeitungsartikel über den Prozesttag bezweifelte sie dann auch die Glaubhaftigkeit der Aussagen der

00:36:26: Betroffenen.".

00:36:37: Und dann begegnen wir dieser perfekt emanzipierten Frau, die auf ihr Recht auf Selbstbestimmung pocht und sagen ihr du bist nicht Opfer genug?

00:36:47: Nein.

00:36:48: Ich wünsche mir dass sich unser Blick auf Betroffene weitet!

00:36:51: Dass wir erkennen das es viele Arten bis Umgangs mit Gewalterfahrung gibt.

00:36:55: Das das Wesen des Traumers ist, dass schlechte Erfahrungen abgespalten werden damit ein freutvolles Leben wieder möglich ist.

00:37:03: Zum Glück gibt es gewaltbetroffende Frauen mit Karrieren.

00:37:06: Zum Glück gibt es gewaltbetroffene Frauen mit Bikini-Fotos auf Instagram-Accounts.

00:37:10: Und zum Glück gibt's jede Menge gewalt betroffener Frauen, die verdammt noch mal wütend sind!

00:37:15: Ich wünsche mir, dass Frauen ihr Recht auf ein gewaltfreies Leben mit der gleichen vehemenz vertreten dürfen wie sich andere um den Gartenzaun streiten.

00:37:23: Hier geht es um ein gewaldfreies leben und was könnte wichtiger sein?

00:37:40: Gute Fragen eigentlich.

00:37:42: Was ist, was man lernt mit der Zeit als Führungskraft?

00:37:45: Als Therapeuten und was man eigentlich finde ich mit derzeit immer mehr zu schätzen lernt.

00:37:51: Was gute Fragen eigentlich bedeuten können und dass gute Fragen viel wichtiger sind als gute Ratschläge und gute Tipps.

00:38:01: also Ich kann mal kurz einen kleinen Schwenk in die Praxis machen.

00:38:04: Ich habe schon wirklich oft Workshops gegeben für Führungskräfte, aber auch für ehrenamtliche Projektleiter und Projektleitern die zum Beispiel vier Wochen im Ausland sind.

00:38:15: Und eine Gruppe bei sich haben und sich darauf einstellen wollen.

00:38:18: was mache ich wenn sie mir gegenüber mal jemand öffnet?

00:38:20: Wenn man jemand eine Krise hat und ich bin ja nicht selber keine Leute sagen Ich bin selber keine Therapeutin.

00:38:25: Aber wie gehe ich denn damit um mit schwierigen Situationen Mit emotionalen Äußerungen?

00:38:31: und welches Werkzeug kann mir helfen?

00:38:33: Was kann ich unbedenklich tun?

00:38:35: Dann sage ich immer naja Der größte Teil, ich würde sagen mindestens die Hälfte eines solchen Gesprächs ist erstmal sind gar keine Fancy-Fragen.

00:38:44: Gar nichts von alledem was man jetzt hier groß hört sondern eher ein ja zurückfragen.

00:38:50: also zum Beispiel habe ich das richtig verstanden?

00:38:53: Das oder mal einen Paraphrasieren nennt man das.

00:38:57: Man fasst zusammen was man gehört hat und geht so mit der Stimme hoch.

00:39:01: sowas wie dass heißt du findest bei der Dating Show nicht immer alle Fragen total schön Und ich habe sozusagen genau das Gleiche gesagt, geht nur ein bisschen mit der Stimme hoch und die andere Person fühlt sich unfassbar verstanden redet weiter.

00:39:13: Also man macht gar keine tollen kniffligen Fragen einen gar keinen revolutionären Ideen sondern nur so was zu sagen wie.

00:39:23: es bewegt mich wenn du das erzählst oder ohne jetzt direkt von mir anzufangen und dass das Gespräch zu mir zu lenken.

00:39:29: aber oder Du wirkst bewegt wenn er das erzählt oder du wirks traurig.

00:39:32: also erst mal so einen Spiegel zusammenfassen Da sein Containment nennt man das.

00:39:38: Und das kann man auch üben, da mache ich total gerne eine Übung.

00:39:42: dass eine Person was erzählt von sich und die andere hat darf zehn

00:39:46: Minuten

00:39:46: nur solche Arten von Rückfragen stellen mit einer kleinen Liste und am Anfang sagen alle wie soll das jetzt funktionieren?

00:39:54: Ich kann ja nicht zehn Minuten wie so ein Papagei immer zusammenfassen was ich gehört habe oder sagen.

00:40:00: also auch dieses klassische Nickenlächeln Alle sind unfassbar bewegt und begeistert danach, wenn sie das mal gemacht haben.

00:40:07: Wie toll sich das anfühlt, wenn jemand mal nur zehn Minuten echt zuhört ohne sich schon zu überlegen was ist mein Tipp?

00:40:14: Was habe ich schon mal erlebt?

00:40:16: Wie kommen wir da wieder raus?

00:40:18: Und also das finde ich es oft der Anfang.

00:40:21: und wenn man so gemeinsam durch diesen Moment gegangen ist, dass gemeinsam fühlenst dann finde ich ist der nächste schöne Schritt, wenn man dann so ein paar tolle systemische Fragen zum Thema systemisch kommen wir gleich auch oder einfach ein paar tolle Fragen zur Hand hat, aber davor auch so ein gemeinsames hinführen und echt erst mal das Problem verstehen.

00:40:41: Bevor man irgendwelche Fragen stellt die schon so halt rausgehen.

00:40:44: Ja total!

00:40:45: Das sind fast auch in der Therapie somit die wichtigsten Momente.

00:40:49: gar nicht wenn irgendwie der große Perspektiv wechselt, sondern den Moment wo sich Pientin und eine Therapeutin dann in dem Moment zu treffen und beide da so hinfühlen Ja, ich bin zu cheesy aber so gewaasend.

00:41:01: Was es eigentlich bedeutet in der Tragweite gar nicht verstehen sondern so fühlen in dem Moment und darin zusammen sind.

00:41:08: das kann da natürlich auch einerseits verbinden am Moment dann aber auch eben eine ganz große Befreiung dann auch bringen dann im Nachhinein.

00:41:16: Und René Brown oder auch Simon Sinek so als Menschen die auch gerne zitiert werden die sprechen ja auch gerne drüber und sagen dass geht eigentlich also um den Unterschied zwischen Empathie und quasi Interesse.

00:41:30: oder das haben Sinek gesagt, ganz gerne sitting in the mud with me.

00:41:34: Und wenn er über Einsamkeit spricht und dass man von ganz vielen Menschen umgeben sein kann und trotzdem einsam sein kann, wer mal niemanden hat der sich mit einem in den Mudge setzt.

00:41:45: Einmal guckt, sagt jemand ich fühle mich ganz einsam.

00:41:48: Ich bin ganz traurig und sitzen so in einer Höhle und dann guckt jemand von oben rein.

00:41:51: Das ist ein Comic-Aufgaben.

00:41:55: Es ist ganz süß gemacht.

00:41:56: Jetzt kann man meinen Show noch verlinken das

00:42:00: ist wirklich gut.

00:42:01: Von oben guckt Jemand rein und sagt hier hast du eine Leiter komm doch raus.

00:42:05: Und das hilft eben ganz oft nicht selbst wenn der Weg mit der Leiter der kürzeste Weg raus ist.

00:42:11: viele Menschen können noch nicht raus und brauchen... Erstmal dieses gemeinsame, ich nenne das auch ganz gerne mal immer so im Problem ein bisschen zu holen.

00:42:18: Also dass man sich erst gemeinsam in der Höhle ein bisschen umguckt.

00:42:21: Dass also die andere Person einmal mit Rundtag klettert versucht sich.

00:42:25: Sollen klingt so lustvoll.

00:42:27: Aber

00:42:27: ja, ich finde es ist so ein bisschen negativ konnotiert.

00:42:29: Ich glaube, ich geht es doch darum, das zu validieren.

00:42:31: Ja wirklich zu verstehen und zu bestätigen und so zu

00:42:36: akzeptierend

00:42:37: da so mitzusehen.

00:42:40: Und ja,

00:42:40: also die Frage wenn jemand Sagt, ich sitze hier gerade in so einer Höhle.

00:42:44: Bei mir ist es grade sehr düst.

00:42:45: Da kann man sagen, hier bei mir ist nicht düst, da kannst du kommen doch einfach wieder raus.

00:42:48: Hier dritt noch sozusagen als zweite Tür rechts und dann das ist wieder gut.

00:42:52: Und es geht eben für viele Menschen nicht.

00:42:54: also wenn jetzt so ein Depressionen denkt ja's ist ja kein Erkenntnisproblem bei den meisten Menschen.

00:42:59: So Ja ich müsste mehr Sport machen schon klar aber es ist für mich mega schwer im Moment und bis nicht jemand mit mir verstanden hat mit mir zusammen warum es für mich gerade so mega schwer ist hilft mir der beste Tipp der Welt nichts.

00:43:11: Also dieses, komm du mal für den Moment in meine Höhle, setz dich neben mich und versuchst zu verstehen was ich sehe?

00:43:18: Das finde ich therapeutisch auch so wichtig oder wahrscheinlich auch in den anderen Feldern die wir besprochen haben oder angesprochen haben aber das wirklich erstmal mit in dieses wie es sich anfühlt wenn man im Problematischen ist, das wirklich mal kurz in der Tragweite und in der Schwere kurz mitzufühlen.

00:43:36: also muss er jetzt nicht in der Mitleid verfallen das einmal so an sich ran lassen, so oh ja okay und wenn man es dann schafft von da aus wieder in eine andere Perspektive zu kommen.

00:43:48: Dann ist man auch wie so ne kleine Brücke für die Klientin.

00:43:51: dann also wenn ich dass selber schaffe aus diesem einen Zustand dann doch von daraus in den anderen wiederzukommen wo es ein bisschen Hoffnung oder ein bisschen eine andere Sichtweise kommt, dann ist das eine Art Rollmodel wo man den anderen da abholt, wo er ist und zeigt, wie der Schritt dahin auch gehen kann.

00:44:10: Und lässt die Mensch nicht alleine mit dem Kommal hier, mit der Leiter, die da vermeintlich ist?

00:44:15: Die aber gar nicht verfügbar ist.

00:44:17: Man macht es eigentlich ein bisschen vor oder man geht diesen schwierigen Weg einmal so mit.

00:44:24: Das ist ganz wichtig!

00:44:36: Ich würde gerne mit dir über das Thema Autismus-Spektrum sprechen.

00:44:44: Ja, unsere Folge mit ADHS die wir vor einer Weile hatten an der es im Erwachsenealter so nachgeklungen ist und ich mich seitdem sehr viel auch mit Neurodival GANS auseinandergesetzt habe.

00:44:55: Und das Bedürfnis hatte dass wir genauso viel Aufmerksamkeit ja auf das Thema Autismus lenken.

00:45:01: und genau deswegen freue ich mich sehr auf die Folge.

00:45:12: Dank der Methodik haben wir es zum Beispiel geschafft Daniel in die Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu integrieren.

00:45:20: Seine erste Schicht dauerte fünf Minuten und wurde ganz genau besprochen, mithilfe der Pictogramme visualisiert und mit einer positiven Stimmung begleitet.

00:45:34: Diese fünf-minütige Arbeitstag wurde dann mit jedem besuchte Werkstatt etwas verlängert so dass wir jetzt Volbemberg nach sechs Monaten der Eingewöhnung bei einer dreitägigen Arbeitswoche zu je fünf Stunden am Ziel angekommen sind.

00:45:54: Was mich immer noch begeistert, ist die Philosophie der Teach-Methode und die ganz konkreten Vorschläge, die helfen das gemeinsame Leben positiv zu gestalten.

00:46:08: Zuzeit suchen wir für Daniel eine Wohnmöglichkeit in der er entsprechend seine Bedürfnisse betreut und begleitet wird, so dass er genauso wie seine Brüder ohne Autismus sein Leben in Zukunft glücklich gestalten kann.

00:46:30: Ja auf jeden Fall deutlich das ist da so ja unterschiedlichen Unterstützungsbedarf oder eben in unserer jetzt in Gesellschaft auf jeden fall unterschiedliche Einschränkungen bedeuten kann.

00:46:43: und gleichzeitig habe ich so beim Zuhören auch nochmal so gedacht Die Dinge, die sie so als hilfreich beschreibt, denke ich auch auf unterschiedlichen Ausprägungsleveln sozusagen sicherlich hilfreist sein kann.

00:46:57: Also zum Beispiel der Wunsch oder das Bedürfnis nach der Vorhersagbarkeit von Situationen.

00:47:03: Das ist ja etwas... Kann man sowohl in einer Beziehung, kann man sicherlich auch eine Arbeitssituation gerecht werden und sagt, dass wird so und zu kommen und so und solange dauern und das habe ich damit im Sinn usw.. Oder auch so dieser Einsatz von Taiman und so, diese Methode.

00:47:20: Kann man das noch mal irgendwie was die da so erfolgreich oder was sie da so gut finde?

00:47:24: Vielleicht können wir das ja nochmal verlinken.

00:47:26: Ja

00:47:27: genau, das ist TEACCH also Teach mit zwei C und es aus den USA kommend von Eric Schoppler gegründet aus den sechziger Jahren.

00:47:39: Ich erinnere mich, während meine Studiums in Münster darin habe ich damit eine Fortbildung mal zu machen.

00:47:44: Das hätte fast angefangen da zu arbeiten.

00:47:46: Die Idee ist schon dass quasi ein ganzes Team an Menschen sich gut abstimmt.

00:47:51: also das Lehrende meinte der Kita die Familie Mitglieder vielleicht auch Leute die noch zusätzlich Zuhause angestellt sind sich abstimmen mit dem wie machen wir es genau?

00:48:00: was machen wir um sich nicht auch noch zu widersprechen und zum mehr Stress zu führen?

00:48:04: Also das ist was, was ich ja jener ohne sich jetzt jedes Detail der Methode kenne.

00:48:08: Aber das gilt als eine der wenigen auch validierten und erforschten Konzepte.

00:48:14: Ich glaube, warum mir das wichtig ist auf so einen O-Ton abzuspielen, dass sicherlich der Grad auch dessen, was das für angehörige Menschen drum herum oder wie viele andere davon mitbekommen, auch unterschiedlich ist.

00:48:28: Daniel gelingt es... Also ich weiß nicht, wie viel Daniel maskt und noch on top.

00:48:34: Aber auf jeden Fall ist der ganzen Familie es sofort sichtbar und hörbar wenn Daniel nicht gut geht bis zu auch Wut und Aggressivität.

00:48:43: Je älter so ein Erwachsener man wird, desto schwieriger ist das dann auch zu handeln Und die Erlaubnis bekommen noch einen Beispiel zu erzählen.

00:48:51: Wenn zum Beispiel erzählt also wenn entschieden wurde Dass der große Bruder mit dem Auto zum Bahnhof gebracht wird zur Verabschiedung und aus irgendeinem Grund kommt was dazwischen.

00:49:00: Und es ist eben dann nicht das Auto, nicht das besprochene Auto oder... ...der Bruder kommt irgendwie anders zum Bahnhof?

00:49:06: Dann ist Daniel dadurch die nächsten Tage so aufgewühlt und eigentlich gar nicht mehr davon wegzubringen dass der Bruder dann zurück fährt nochmal auch wenn das wirklich gar nicht so in der Nähe ist um noch mal diesen Weg zum Bahn Hof zu machen weil für Daniel wichtig ist den Bruder zum Bahn-Hof zu bringen, weil sowas ja auch besprochen Und und daran sieht man, dass das natürlich auch für die ganze Familie schon eine Einschränkung der Umstellung ist.

00:49:31: Und dass so ein ganzes System auch dadurch irgendwie anders funktioniert als es funktionieren würde.

00:49:40: Absolut!

00:49:40: Also in unserer schnell ewigen Zeit mit jetzt hier mal eben Husch und jetzt geht's aber mal grad nicht anders und so kann dann ja beschreibst du zu einem Meltdown führen?

00:49:49: Also ich denke wobei auch dieses Also diesen Meltdown beschreiben nicht nur Menschen, die da sozusagen in der Weise eingeschränkt sind oder das davon betroffen sind wie Daniels.

00:49:59: Sondern auch Menschen, so funkaktional sind wie Florian und dieses, dass dann alles also nichts mehr gehalten werden kann, ein innerer Weltuntergang... Ich meine es kennen ja auch tatsächlich viele Menschen!

00:50:14: So, keine Ahnung, Thema PMS oder so.

00:50:17: Dass dann das alles falsch ist nur weil du dann die Tasse, die man immer nimmt wo ist sie denn jetzt?

00:50:22: Also es ist ja nicht etwas was total, wenn man sich

00:50:26: gar nicht oder auch bei Kindern.

00:50:27: Es gibt natürlich auch viele Kinder, die genau nachfragen wann genau kommt ihr und wie läuft es ab und dann dass auch brauchen, dass es genauso abläuft.

00:50:34: also

00:50:35: Genau!

00:50:35: Und wenn man das ein bisschen in Kontext setzt, wenn durch eine solche überspülenden und eben so einen vielleicht auch zu viel anreizen, zuviel an Informationen oder viel an Verarbeitung.

00:50:46: Wenn dann das sozusagen... also jetzt käme dann immer direkt ein riesiger Wasserschwall an und wenn du dich gar nicht vor darauf vorbereiten kannst und weißt es kommt jetzt von rechts und in der Intensität ungefähr da, dass es dann wirklich was ist, was sich dann vielleicht wirklich mit reißen kann Also ich sag mal, so keine Anstellerei ist.

00:51:05: Ich find das immer so wichtig, dass es ein Verständnis dafür zu schaffen, dass man sich dadurch nicht persönlich angegriffen fühlt oder nicht denkt, oh mein Gott, da agiert jetzt jemand seine Wut aus und nimmt keine Rücksicht.

00:51:17: Sondern das ist auch... Also das Struggle is real!

00:51:21: Das ist wirklich dann... Also auch trotzdem interessant finde, dass wir mit einer Selbstverständlichkeit uns in unserer Welt aber sowas immer zumuten.

00:51:32: Dass wir immer dann auch funktionieren müssen und dass wir das irgendwie auch immer abfedern können müssen und immer der Resilienz sein müssen usw.

00:51:38: Und dass ja vielleicht gar nicht die richtige Ansatz unbedingt ist.

00:51:42: also so... Ich hatte mal, das ist ewig lange her, ich habe die Dokumentation gesehen.

00:51:46: Da ging es irgendwie darum, dass eine Autistin für so ein Pharmaverband, so einen US-amerikanischen, die Wege für Kühe wie die durch so Gitter laufen müssen besser geplant hat damit sie nicht so gestresst sind und allein diese Perspektive darauf was alles bedrohlich wahrgenommen werden kann was irgendwie durch die Enge oder durch irgendwelche anderen Parameter die mit wahrgenommen Ich finde, wir haben eher auch einen gesellschaftlichen Mangel daran.

00:52:16: Also

00:52:17: keine Ahnung ne?

00:52:18: Dann fahren sie doch einfach morgens da und dahin und machen so das.

00:52:22: Und das für manche Menschen ist es jetzt... also sagen wir mal.

00:52:26: Klassisches Beispiel, wer in Berlin lebt weiß wovon ich rede U-Acht fahren!

00:52:30: Die U- Acht ist eine U-Bahn, der kann man schon oft viel Stress erleben und dass sowas aber gar nicht so selbstverständlich als eine Hürde oder so mit bedacht wird sondern Entweder man kann mit den öffentlichen fahren oder man kann nicht fahren und nicht unbedingt, dass eben unterschiedliche Intensitäten auch an Stress- und Belastenden reizen.

00:52:51: Dass es das geben kann und dass man das durchaus auch mitdenken kann.

00:52:54: Und dass man vielleicht auch nicht an jedem Tag gleichermaßen

00:52:57: gut

00:52:58: abfedern kann.

00:53:00: Also ich persönlich fände Ich habe ja zum zweiten Mal gesagt, ich komme eher aus der Generation.

00:53:08: Jetzt stelle ich mal nicht so an.

00:53:10: Das es gibt schon auch einen Wandel ein bisschen in die Richtung da mehr Verständnis dafür zu entwickeln will an der Stelle einfach nur sagen dass das auch für sehr richtig und sinnvoll halte.

00:53:21: Total!

00:53:23: Ja um ganz kurz zuzuschieben, die damals von der du gesprochen hast heißt Temple Grandin und ist Professorin für Professor of Animal Husbandry, also ich denke mal die Haltung von Tieren und hat da tatsächlich dann auch zugeforscht.

00:53:39: Und es sind tatsächlich massiv die Unfälle und die Stressormone und nachweislich alles möglich bei den Kühen gesunken.

00:53:47: Ich habe dann eben kurz dran gedacht – ich hatte ja auch LinkedIn erzählt, dass ich auf meiner ersten Workation in der Normandie unterwegs war und dann bin ich so runter gefahren.

00:53:54: zwei Wochen lang war dann in Paris und ich hatte so einen richtigen Alter.

00:53:58: Und ich habe plötzlich gedacht, was ist ... wie krass es eigentlich Großstadt?

00:54:02: Und hab's kaum reguliert bekommen, obwohl ich ja lange in Berlin gewohnt habe und dachte genau das, was du gerade gesagt hast... Was is' eigentlich normal?

00:54:10: und ist manchmal nicht auch die Welt ganz schön krass in der wir unterwegs sind?

00:54:14: und sind wir da wirklich gemacht?

00:54:17: oder stumpft man ab oder merkt gar nicht, wie einem die Stressormone immer mehr steigen über viele Jahre.

00:54:24: Absolut!

00:54:25: Und dass das nicht so mit berücksichtigt wird.

00:54:27: Ich habe eine ähnliche Erfahrung, ich bin früher mal auch längere Monate in Südostasien geredet und dann nach Berlin zurückzukommen und weiß ich auch noch, da ist der Verkehr gefahren und auf einmal Osloer Straße oben ausgestiegen bin und da haben sich erst mal zwei Menschen irgendwie geschlagen... Ich war so, ne?

00:54:47: Das ist ja nur geheutete Zwiebel!

00:54:48: Da kam ich an aus meinem sanften Sein- und Umgebung Und da habe ich das erstmal so stark gespürt.

00:54:55: Natürlich macht man, also man trennt sich ja oder spaltet das ja ein bisschen ab?

00:55:01: Oder ja, trennt es sich so ein bisschen von all diesen Eindrücken.

00:55:04: aber eigentlich wenn man mit all seiner Präsenz und seine Wahrnehmung offen ist, ist das schon auch harte, harte Nummer.

00:55:13: Also ich meine, finde die Großstadt trotzdem super hat ja auch sehr viele Vorteile.

00:55:16: Aber trotzdem gleichzeitig darf ja meistens wahr sein dass das einfach dass das seinen Einfluss hat, genau.

00:55:26: Gut!

00:55:27: Dann hören wir doch mal rein in den Nächsten.

00:55:30: Ja, man könnte einen Urton von Bex hören und Bex stellt sich auch selber vor.

00:55:36: Die Geneigten LinkedIn lesen dann könnten auch hier ein Aha-Moment haben.

00:55:42: Mein Name ist Bex und ich bin ein Einhorn.

00:55:45: Ein Einhorn, weil ich als schwerbehinderte autistische pflegebedürftige Transperson gegründet habe, weil ich ein

00:55:55: Team zusammengestellt

00:55:56: habe und weil ich überhaupt

00:55:58: auf dem ersten Arbeitsmarkt bin.

00:56:01: Und

00:56:02: mein Motto ist die beste Wache ist ein

00:56:04: gutes Leben,

00:56:05: weil als ich mich geoutert habe

00:56:08: und als ich meine Diagnose bekam und angefangen habe zu recherchieren waren die meisten Informationen, die ich bekam autistische Menschen

00:56:16: leiden.

00:56:17: Autistische Menschen leiden unter ihrer Gesellschaft.

00:56:20: Die Gesellschaft

00:56:21: leitet unter autistischen Menschen, Beziehungen leiden Unter autistischem Menschen.

00:56:26: Alles war

00:56:26: voller Leiden Und mein Leben als

00:56:31: autistischer

00:56:32: Nichtdiagnostizierte Person War nicht einfach Aber es war nicht

00:56:36: Dauerhaftes Leiden

00:56:38: und ich wollte nicht nach meiner Diagnose Dann damit anfangen dass mein Leben lang

00:56:45: Leiden ist Und

00:56:48: Autismus fühlt sich für mich so an, als ob ich plötzlich mit einem fremden PC konfrontiert wäre.

00:56:55: Ich weiß

00:56:55: dass die

00:56:56: Ordner da sind, ich weiß wie die Arbeit funktioniert, ich weiss

00:56:59: das

00:56:59: grundsätzlich

00:57:00: alles

00:57:01: da sein sollte... ...ich weiß aber nicht unbedingt wo und jede Person hat ihre eigene individuelle Art und Weise

00:57:10: wie sie ihren

00:57:11: eigenen PC

00:57:12: sortieren, wie sie Daten benennen da Ordner aufbaut und ordner

00:57:18: Strukturen.

00:57:20: Und für mich

00:57:21: ist es in einer neurotypischen

00:57:22: Welt zu leben, so als ob man mir als Linux-

00:57:27: und Windows-Person ein MacBook vor die Nase

00:57:30: setzt.

00:57:32: Es ist ein visuelles

00:57:34: Prinzip, das

00:57:35: funktioniert ähnlich, es gibt ja eine Maus und es gibt auch eine Testatur aber Die Leisten sind woanders, die Ordner sind anders benannt, die Eikings sehen anders aus.

00:57:45: Ich muss jedes Mal überprüfen, dass ich Dinge auch wirklich dahin tue,

00:57:49: wo ich sie her

00:57:50: habe.

00:57:51: Dass Sachen nochmal und nochmal und noch mal überprüft

00:57:55: wurden... ...dass ich

00:57:57: alle meine Schritte

00:57:58: bewusst

00:57:59: machen musste, damit ich nicht hinterher Datenchaos

00:58:02: fabriziere.

00:58:04: Und eigentlich ist das eine gute Metaver wie

00:58:07: autistisches

00:58:08: Navigieren in einer neurotypischen Welt

00:58:10: funktioniert!

00:58:14: mehrfach nochmal überprüfen.

00:58:15: Ich muss soziale Handlungen

00:58:17: überprüchen,

00:58:18: ich muss Situation analysieren und alles gleichzeitig wahrnehmen.

00:58:22: Und damit entsteht dann natürlich auch eine gewisse

00:58:29: Belastung aber halt kein dauerhaftes Leiden.

00:58:34: Damit autistische Menschen nicht mehr leiden müssen, müssen wir was an Struktur-

00:58:37: und gesellschaftlichen

00:58:38: Ideen verändern?

00:58:41: Ich habe tatsächlich auch schon einen Vortrag von Becks gesehen auf dem Neurodiversity Pride Day.

00:58:46: Florian hat da auch gesprochen und genau es ging auch so um Konflikte in Teams, was sind überhaupt eigentlich Konflikte?

00:58:55: Und das war total toll aufbereitet wo ich nochmal die Stärke der Analyptik gesehen habe und das musste erkennt.

00:59:04: Das ist mir total hingeblieben wie ... Folien aufbereitet waren.

00:59:10: und wie bergsehm auch erzählt er aus.

00:59:12: Vom vom eigenen team und da durchaus auch viele mensch mit adi ist im team zu haben und das man sich vorstellen kann dass es doch auch durchaus, was viel kommuniziert werden muss.

00:59:22: und die frage ist wer hat eigentlich recht in der richtung?

00:59:24: gibt's eigentlich ein recht

00:59:25: total?

00:59:27: Ich mag das so an unserem podcast dass dich diese verschiedenen stimmen ich finde das hat immer noch ein anderes andere level der Aufklärungen ist einfach auch nur aus solchen unterschiedlichen von so unterschiedlichen Personen zuzuhören.

00:59:39: Und es wird dadurch irgendwie noch mal anders plastisch und eindrücklich finden, ich bin da sehr dankbar für die O-Töne!

00:59:46: Ich auch tatsächlich nochmal Special Thanks an Bags, das war sehr spontan, weil jemand abgesprungen ist habe ich gestern nachgefragt.

00:59:55: Sollen wir einer sagen, dass das Skill keine Spontane gibt?

00:59:58: Ja, also Problem Solving Skills sehr hoch einzuschätzen hier.

01:00:12: Birgit Bohle, die ist Personalvorstände bei der Deutschen Telekom und war bis vor kurzem ... Die, die jetzt meinen Lebenslauf ein bisschen kennen.

01:00:18: Die Chefin meines Chefs deswegen konnte ich nachfragen, wusste das sie dazu was zu erzählen haben wird?

01:00:24: Und den Rest wird sie denke ich selber erzählen in dem Podcast oder im Moton.

01:00:29: Moritz mein achtzehnjähriger Sohn, der ist Autist.

01:00:33: Da erlebe ich natürlich welche Herausforderung es für ihn ist, in der vermeintlich normalen Welt zurechtzukommen.

01:00:41: Bei der Diagnose hat's ne Ärzte mir damals so erklärt, stellen sie sich einen langen Gang mit vielen offenen Türen im Krankenhaus vor.

01:00:51: Sie möchten in den Raum am Ende des Ganges!

01:00:54: Die meisten von ihnen entscheiden sich wahrscheinlich für den direkten Weg aber ihr Sohn Moritz sein Gehirn funktioniert anders.

01:01:02: er wird in jede dieser offenen türen rein laufen und so etwas länger brauchen um anzukommen.

01:01:09: Das bedeutet natürlich für ihn auch, dass er im Arbeitsmarkt andere Bedürfnisse und Herausforderungen hat.

01:01:15: Er kann sehr klar nicht jeden Beruf ausüben.

01:01:19: Und als er mir dann erzählt hat, das er Müllmann werden möchte – übrigens schon seit seinem vierten Lebensjahr habe ich ihn sehr darin bestärkt!

01:01:27: Denn das ist eine wichtige und sinnvolle Aufgabe und die wird damit seinen Fähigkeiten sehr gut leisten

01:01:33: können.".

01:01:34: Auch bei der Telekom möchten wir neurodivergenten Menschen und dazu gehört der Autismus mit ihren Fähigkeiten einen guten Arbeitsplatz bieten.

01:01:44: Ein Arbeitsplatz, der zu ihnen passt – und ihre Bedürfnisse berücksichtigt!

01:01:49: Ich bin sehr gerne Schirmherrin unserer Community für Neurodivergence geworden.

01:01:55: Und wenn ich mich mit der Leiterin dieser Community der Initiatoren der Sarah treffe Mache ich dies nicht wie sonst in der Kantine oder in der Kaffeebar, sondern in meinem Büro.

01:02:07: Weil laute Umgebung viele Menschen für sie eben Stress bedeutet!

01:02:13: Und diese Community möchte damit eben Aufmerksamkeit dafür schaffen, dass ca.

01:02:17: zwanzig Prozent aller Menschen neurodivergenz sind – es ist nicht nur der Autismus des ADHS auch Legasthenie gehören dazu und damit auch ganz viele unserer Kolleginnen und Kollegen bei der Telekom.

01:02:31: Wir möchten uns zukünftig sehr viel stärker auf ihre Bedürfnisse einrichten.

01:02:36: Zum Beispiel auch schon im Bewerbungsprozess.

01:02:40: Extrovertierte, introvertierte reagieren anders – ein autistischer Mensch, sehr anders!

01:02:46: Unser Ziel ist es das Neurodivergents nicht als Marke gesehen wird sondern dass wir ihn als Teil unserer Vielfalt akzeptieren die uns schließlich

01:02:55: bessern.".

01:02:56: Danke auch nochmal an Birgit.

01:02:57: an der Stelle wusste ja, dass Birgit in einer Doppelrolle erzählen kann.

01:03:02: Einmal als Schirmherrin und einmal als Mutter und natürlich auch als Personalvorständen.

01:03:08: Und die Arbeit mit der Community von der sie eben gesprochen hat, hat mir auch während meiner Diversity-Leitungzeit extrem viel Spaß gemacht.

01:03:16: Wir haben uns auch mit vielen anderen Firmen ausgetauscht, die inzwischen das Potenzial sehen und sich auf Menschen mit Neuro, die wir ganz einstellen.

01:03:23: Die bei der Telekom gibt's zwei Länder, die da auch Vorreiter sind.

01:03:29: Z.B.,

01:03:30: in Österreich wird schon lange mit einer Art Personalvermittlung für autistische Menschen gearbeitet, die quasi dort noch angestellt bleiben können und dann in die Telekom reinschnuppern können aber haben immer noch ihre alte Führungskraft sozusagen und ihr altes Büro könnte vielleicht am Anfang so remote arbeiten müssen doch nicht reinkommen für Bewerbungsgespräche sondern können das immer noch an ihrem gewohnten Ort machen.

01:03:54: Und so können sich die neuen Telekom-Führungskräfte und die Personen, die bei der Telekom arbeiten wollen aneinander gewöhnen schon mal ein bisschen gucken.

01:04:01: Dann erstattet das wirkliche Arbeitsverhältnis.

01:04:04: Das klappt wirklich gut!

01:04:06: Die SAP zum Beispiel haben den Bewerbungsprozessen verändert, dass sie gesagt haben ihr könnt euch direkt bei uns melden, ihr müsst euch nicht auf eine bestimmte Stelle melden.

01:04:14: Ihr könnt sagen was ihr könnt und wir erstellen unter Umständen sogar eine Stelle, die dann genau dazu auch gut passt.

01:04:21: Bei IKEA habe ich letztens gelesen, so ein Bewerbungs-Bott erstellt, der auf der reinen Sachebene die Unterhaltung führt und eben für einen ziemlich langen Zeitraum auch diese ganzen sozialen Dinge erstmal bisschen ausschaltet.

01:04:34: Dass man rein sachlich sich erst mal durch einen gewissen Prozess klicken kann und haben das auch Neurodivergence inklusiv genannt.

01:04:40: also die Firmen arbeiten dran und es braucht nicht immer die großen Umstellungen.

01:04:46: manchmal kann es auch nur sein zu wissen, dass nicht alle Menschen in Großraubenbüros gut zurechtkommen.

01:04:51: Dass man wenn man das neues Känseln-Kopfhörer hilfreich sein kann, das Rückzugsräume braucht und genau also... Und ich denke es reicht schon, wenn viele Menschen in verantwortlich vollem Positionen, also Führungskräfte, Personalverantwortliche so ein Podcast hören und in Zukunft vielleicht erstmal interessierte Fragen haben oder ein Interesse und nicht nur an Telefonbücher denken.

01:05:26: Ich möchte heute über kreative Techniken in Therapie, Coaching und Beratungssettings sprechen.

01:05:41: Also ich kann vielleicht noch mal sagen warum ich das Thema so wichtig finde mit den kreativen Methoden und warum ich finde dass es auch aus einer tiefempsychologischen Theorie sinnvoll ist weil wir reden ja in der Tiefentyschologie von Abwehrmechanismen die haben jetzt in anderen therapeutischen Richtungen gibt's sowas auch da.

01:05:59: das wird andere Namen.

01:06:00: aber Was machen wir, wenn ein Gefühl irgendwie überbordend ist?

01:06:04: Wir reagieren wieder drauf.

01:06:05: Die kriegen wir das unter die Oberfläche gedrückt oder abgewert oder abgeleitet und zwei Abwehrstrategien sind relativ reif.

01:06:15: Das sind nicht die schlechtesten aber sind eben Abwehr Strategien es intellectualisieren und rationalisieren also sehr sachlich drüber sprechen oder sich einarbeiten in einen Thema und fünfhundert Podcaster zu hören und rauner Bücher lesen und vermeintlich sich mit einem Gefühl auseinandersetzen, aber das kann man eben auch ohne es zu fühlen.

01:06:33: Also wenn man zum Beispiel eine schwere Diagnose bekommt, eine Krebsdiagnose, sich da so reinfuchsen, dass man irgendwann besser die Vokabeln spricht als die bandenden Ärzte oder ähnlich gut riechen.

01:06:46: Aber ohne ernsthaft Gefühl zu haben was das heißt für sich.

01:06:51: Und deswegen ist in der Psychotherapie... Natürlich die Gefahr, dass man damit läuft und einen langen der Abwehr arbeitet.

01:07:00: Und gar nicht an das echte Gefühl kommt.

01:07:03: Der Bodyman meint auch im Gehirn, dass wir ein Körpergedächtnis haben.

01:07:08: Dass man sagt, wir haben nicht alles was uns geprägt hat, speichern wir überhaupt so, dass sie uns erinnern können, dass Sie es verbal abrufen könnten.

01:07:17: Sondern es gibt Dinge, die sind pre-verbal aus einer Zeit gespeichert wo wir noch gar nicht sprechen konnten.

01:07:21: Das heißt kann gar nicht am selben Ort im Geirn verortet sein.

01:07:25: Und so ist es auch häufig mit Traumata.

01:07:27: Ich hatte ja in einer Folge mal erzählt, dass ich mir einen schweren Beinbruch hatte der auch in einer schwierigen Situation passiert ist und das habe ich heute noch, manchmal wenn ich irgendwie mit dem Fuß sehr feste auftrete oder so, dass es so krass wieder kommt wie dass selten nur noch im Gespräch passiert oder man massiert an dieser Stelle und es hat sowas Krasses ausgelöst.

01:07:47: Und er dachte, der Körper hat ein eigenes Gedächtnis was nicht das Gleiche ist wie das verbale Gedächnis.

01:07:52: Das ist eben der Grund warum solche Methoden wahnsinnig wichtig sind.

01:07:57: Total und ich würde gerne in dem also wo wir da gerade übersprechen gerne auch so'n Beispiel heute naja vorführen sozusagen eine gestellte Therapie oder Coachingsituation bzw dass sie das mit ihr nachstellen Um das auch noch mal so greifbar zu machen und füllbar zu tun, die Chemotherapie bedient sich ja von dir hier aller Schulen.

01:08:23: Es ist ja ein Mix aus Tiefenpsychologie genauso wie bei eben auch eine so gestalttherapeutische und therapeutische Sachen.

01:08:30: Wir arbeiten mit

01:08:31: Stühlen

01:08:32: ganz viel wenn wir später auch nochmal darauf zurückkommen und eben auch mit so Imaginationsübungen.

01:08:38: Und in den Imaginations-Übungen geht es eben auch darum Oder dann nimmt man auch gerne eben das Körpergefühl zur Hilfe, weil es genauso ist ja wie du sagst.

01:08:47: Dass der Körper sich das merkt und wir – auch wenn uns gar nicht so bewusst ist – gerade traumatische Erlebnisse prägende Erlebnisse so lebendig in uns sind.

01:08:59: Wenn etwas schafft ihr wieder zu aktivieren, ist das immer wieder unglaublich erstaunlich!

01:09:04: Wie detailreich und intensiv und wie frisch sich das anführt als wer's gestern passiert in uns lebt.

01:09:11: Wenn wir da den Zugang zu kriegen, können wir es halt da auch verändern an.

01:09:15: Das ist ja eben oft das Problem, dass wenn man über etwas spricht und vielleicht auch eine Einsicht nicht unbedingt dazu führt, dass wir etwas anders empfinden oder in der nächsten Situation noch anders machen können.

01:09:25: Es sind ja gerade die Probleme, die wir haben, wo wir denken, wir wissen's ja besser!

01:09:29: Und das über diese... Also das nennt man dann Affektbrücke, also dass man übers Körper erleben hin kommt zur prägenden Situation Und da dann ansetzt, wirklich auch schaffen kann.

01:09:40: Da dann auch eine andere Gefühlsqualität aufleben zu lassen und nachhaltig was beruhigen oder verändern zu können.

01:09:47: Was ich eben als total wertvoll erlebe – und genau wie du sagst, dass man sonst an der Abwehr entlang ist um die Heiklin-Themen drum herum.

01:09:55: Das ist ja gar keine böse Absicht von niemanden.

01:09:57: Wir schützen uns vor Schmerzhaften!

01:10:00: Und trotzdem, dass es eben solche Techniken gibt.

01:10:03: Gerade so kreative Techniken oder sowas wie mit Imaginationsübungskennig aber auch aus der Kunsttherapie was wirklich so eine Abkürzung ist.

01:10:10: Was wirklich so direkt total in das ja sehr... also da in das emotionale Erleben da wo's eigentlich drum geht um die Wurst geht so direkt hin führt und wo ich dann aber auch gleichzeitig nur echt vorsichtig sein muss, dass man da weiß was man tut wenn man da sehr aufdeckend arbeitet.

01:10:28: Dass man auch guckt, dass gehalten kriegt und auch wieder stabilisiert.

01:10:32: Also von da, wenn wir das jetzt hier so ansprechen heißt es auch nicht jeder mal so... also keine Einladung für jeden, dass ohne den sicheren Rahmen und die Kenntnisse umzusetzen.

01:10:42: Es geht eher darum eine Neugier in so einer Offenheit zu schaffen für das was es so gibt und anderen zu regen sich damit dann vielleicht auseinanderzusetzen.

01:11:00: Ich möchte heute gerne über etwas sprechen worüber vermutlich gar nicht so gerne sonst gesprochen wird nämlich über das Thema Sucht, also Konsum und Sucht.

01:11:12: Und weitestens in Sinne was man so Abhängigkeit, Erkrankung oder Abhängigkeitssyndrome nennt.

01:11:18: Also ein bisschen unser Verhältnis dazu mit Dingen die etwas mit uns machen sozusagen.

01:11:33: Ich habe den Eindruck dass viele ja auch Therapie bräuchten um zu verstehen, dass sie eine Sucht haben mit der Zeit und erst mal auch diese Veränderungsbereitschaft zu entwickeln.

01:11:46: Dass man tatsächlich damit aufhören möchte.

01:11:48: Das ist ja oft ein Riesenprozess da hinzukommen.

01:11:51: Es ist nicht für alle so klar, dass Sie auf jeden Fall aufhörten möchten.

01:11:56: Viele haben auch Angst vor dieser Abstinenz als Ziel.

01:11:59: Und hat die Stefanie uns einen Otron zugeschickt zum Thema Abstinenzen als Ziel?

01:12:04: Könnte man auch ein anderes Ziel haben z.B.

01:12:06: kontrollierten Konsum?

01:12:07: Für viele ist das eben ... wahnsinnig beängstigend.

01:12:09: die Vorstellung, dass man direkt mit diesem großen Wumms starten muss.

01:12:13: Und als Therapeuten ist man aber wirklich auch angewiesen Leute wieder wegzuschicken.

01:12:18: Auch wenn sie eine Therapie angefangen haben und es nicht schaffen abstinent zu sein Dass man das eigentlich nicht darf und dass man streng genommen, wenn man da einen Antrag schreiben würde diese Therapie auch nicht bewilligt bzw bezahlt bekommen würde.

01:12:30: Dann kommt's dementsprechend dann sehr auf die Persönlichkeit und den Gesicht des Therapeutinnen oder Therappäutern an Ob man dann sagt, okay.

01:12:39: Dann schreibe ich das vielleicht nicht so deutlich in den Antrag rein wie es ... Wie ich es wahrnehme und ermögliche dass der Person trotzdem oder ob die sagen nee, das ist auch richtig so, dass man eben mit einer Sucht keine Therapie machen darf und ne?

01:12:53: Dann kann ich die Person eben nicht nehmen.

01:12:54: Ja, ich heiße das wirklich problematisch, dass das so dokumentisch und auch irgendwo ein bisschen schwarz-weiß ist.

01:13:01: Ich finde, wie ich das auch schon zu Beginn sag, wirklich wichtig genau zu schauen Und zu gucken, also es kommt ja eben sehr drauf an.

01:13:09: Also erstens bin ich total bei dir wenn der Konsum oder die Sucht eine Funktion hat in der Bewältigung schwieriger, also innerer Konflikte und es gibt noch keine Alternative dazu, die noch gar nicht in Aussicht steht ist das finde ich sehr schwierig.

01:13:25: Ich nehme dir das mal weg aber du hast noch gar nichts.

01:13:27: irgendwie jetzt etwas was dann wohlgeht und das ist dann auch oft so dass das dann so lange funktioniert, wenn man dann irgendwo schön in der Reha ist, außerhalb geschützt vor den Alltagskonflikten und den Herausforderungen.

01:13:42: Und mit Menschen wie quasi von außen einen auch mit Schützen.

01:13:48: Wenn man dann nach Hause kommt ... Man hat noch keinen therapeutischen Prozess durchlaufen.

01:13:53: Ist das schon eine schwierige Angelegenheit?

01:13:56: Dann kommen wir mit allem klar ohne der Ja.

01:14:00: Also der Methode, man sonst den Problem begegnet ist.

01:14:06: Und das auf der einen Seite und auf der anderen Seite ist einfach auch die Art wie sich so eine Sucht äußern kann noch sehr unterschiedlich ist.

01:14:16: Was hast du denn vor Augen wenn man jetzt von Alkoholsucht zum Beispiel, also von Alkolismus spricht?

01:14:21: Wahrscheinlich auch eher was desolateres kann ich mir vorstellen oder?

01:14:26: Ich glaube gerade bei Alkolmenschen Sag mal, so durchgängig betrunkene Menschen im Kopf.

01:14:33: Die irgendwie große Mengen Alkohol trinken, lallen den ganzen Tag bedrunken sind und so weiter Und ich glaube die wenigsten haben sowas auf dem Schirm wie drei Bier zum Einschlafen oder auch eins hier in Abend ein Bier zum einschlaffen oder einen Bier zum Feierabend.

01:14:48: Wenn man sich jetzt wieder die Kriterien anguckt dann würde man aber ja durchaus könnte man auch mit einem Bier pro Feier abend eine Sucht diagnostizieren.

01:14:57: Also wenn man zum Beispiel das dann gar nicht mehr merkt und dass eigentlich gar nicht beruhigend ist, also diese Toleranzentwicklung sich zeigen würde, dass das nur noch ein Genussmittel ist

01:15:06: usw.,

01:15:07: dann könnte mein theoretisch, wenn jemand deswegen schon Partnerschaftskonflikte hat oder deswegen weiß ich nicht auf Veranstaltungen schon irgendwie blöde Kommentare bekommen hat warum denn es immer Alkohol sein muss?

01:15:19: Oder so könnte man streng genommen ja schon sowas diagnostiziert.

01:15:23: in den Kriterien steht ja nicht wie viel Mengen es sein müssen.

01:15:26: Ich meine, das ist ja wahrscheinlich selten weil das so typisch ist in Deutschland.

01:15:31: Dass man damit eben keine Probleme bekommt.

01:15:33: Man muss sich das immer nur mal mit einem anderen Substanz vorstellen.

01:15:36: wenn jemand sagen würde oh jede Abend vor dem Einschlafen rauche ich ein Join dann würden alle denken oh da hat aber jemand einen Kiffproblem und dass mit dem Alkohol ganz normal vermeintlich dabei ist es ja psychisch genauso gleiche

01:15:51: absolut.

01:15:52: Und ich denke, das ist tatsächlich auch vielleicht ein Vorteil dann eben von der Privatpraxis da dieser strengen Forderung sozusagen nicht so zu unterliegen.

01:16:03: Ich denke es entspricht eher auch mehr meiner Haltung nicht sehr auf die Symptomatik zu schauen sondern eher auf den Konflikt dahinter oder was es auslöst, dass die Diagnose so sehr ins Zentrum zu stellen, sondern eben das unerfüllte Bedürfnis und wie es dann sozusagen sich bemerkbar macht.

01:16:22: Und da führen viele Wege nach Rom.

01:16:25: und also, es gibt so eine harte Forderung du musst erstmal bringen bevor ich helfe weiß ich nicht.

01:16:34: Also gleichzeitig wäre für mich vielleicht schon oder nicht vielleicht sondern sicher eine persönliche Grenze dass ich möchte das jemanden nüchtern bei mir in der Sitzung ist.

01:16:42: Gleichzeitig aber auch nicht jeden Rausch verteufeln würde und sogar im Gegenteil ist auch sich vielleicht ja sogar Situationen und Umstände gibt, wo das vielleicht auch irgendwie funktional ist.

01:16:54: Ich sage mal entweder ein gewisser Hedonismus oder eine gewisse Ablenkung und Vermeidung auch tatsächlich sein kann und man da einfach ein bisschen differenzierter und genauer schauen muss wann kann ich sinnvollerweise an welcher Stellschraube ein bisschen drehen aber mit einem klaren Bild warum das von Vorteil ist?

01:17:15: Warum es mir dient.

01:17:18: Das zum einen, und ich hatte jetzt im Vorfeld der Folge bei Instagram eine kleine Umfrage gemacht.

01:17:28: Ich sage mal, ohne Weiteres auch vom Freizeitkonsum illegalisierter Drogenberichten.

01:17:34: Und ich habe jetzt extra Freizeitskonsumen und gelegentlichem Konsum beschrieben also wo es nicht um dieses Kontrollfallus-Crading usw.

01:17:43: geht sondern so wie eben vergleichsweise im Alkohol mit zu einer Party gehört oder zu vielen anlassen in unserer Gesellschaft, dass sozusagen punktuell bestimmte Substanzen konsumiert werden.

01:17:58: Und das war interessant.

01:17:59: Ich kann jetzt auch noch mal darauf gucken bis jetzt ist aber es war so ein Drittel sagt so ungefähr nie, das ist kein Problem da kann man drüber sprechen.

01:18:05: Ein Drittel sagte eher so kommt auf die Substanz und kommt auf den Therapeuten an was ich auch wirklich glaube, dass es da nochmal Abstufungen gibt auch was wie gesehen wird oder mit welchem Stigma so behaftet Und ein etwas geringerer Teil sagt, nein das geht nicht.

01:18:21: Weil ihm dann eine Problematisierung auch befürchtet wird und dass es natürlich auch totaler Quatsch, wenn jemand irgendwie, weiß ich nicht, gelegentlich in Clubs mal in dem A konsumiert damit aber weiter keine Schwierigkeiten hat in seinem Leben, seine Beziehung mit seiner Arbeit kommt wegen einem ganz anderen Thema Und in diesem Konflikt oder Thema, mit dem er kommt spielt das auch keine weitere Rolle.

01:18:48: Dann finde ich ist es einfach nicht der Auftrag da dann zu sagen ja dass muss sich jetzt aber mal bewerten oder so.

01:18:55: Also das finde ich sehr hilfreich irgendwie angemessen.

01:19:09: Ja wollten heute über das Thema Emotionsregulation sprechen und Emotion Regulationen im Sinne von was ist eigentlich ein guter?

01:19:18: Umgang mit Gefühlen und gibt es einen guten Umgang überhaupt?

01:19:21: oder ist das sehr individuell, was das überhaupt heißt?

01:19:31: Und ich möchte das aber trotzdem auch gerne an der Stelle nochmal auf jeden Fall unterscheiden.

01:19:36: Dass es aber auch eine gute Ablenkung gibt.

01:19:38: also zum Beispiel von das zu gesagt, wenn man sozusagen schon total in Rage ist.

01:19:43: Also wenn der Gefühlszug mit Volldampf durch die Landschaft braust dann ist es nicht unbedingt möglich da so, ich sag mal mit kognitiven Erwägungen sich dann in dem Moment irgendwie sinnvoll auseinanderzusetzen.

01:20:00: Dann kann das absolut sinnvoll sein, dann erstmal zum Beispiel rauszugehen.

01:20:04: Das ist ja auch tatsächlich neuronal sodass eine situative Veränderung sofort auf die Möglichkeit anders zu denken eröffnet.

01:20:13: also dann da sozusagen sich selber wie ein Kind eher an die Hand zu nehmen und nochmal eine Situation zu verändern und rauszugeben.

01:20:21: Oder ich weiß nicht, ob du das auch hast.

01:20:22: Ich hab das total, egal wie ich emotional mit was irgendwie unter welchem Eindruck ich so stehe.

01:20:28: Wenn ich mich dann sehr intensiv mit etwas auseinandersetze und zum Beispiel ist es eben auch in Sitzung dass ich mich also wieder komplett von unangenehmen Gefühlen lösen kann.

01:20:39: Das ist dann sehr einfaches sogar.

01:20:41: Also als würde man den einen Raum verlassen und in den anderen reingehen.

01:20:44: Und das ist an der Stelle ja auch... Also ist das ja auch schön, dass unser Gehirn das auch kann.

01:20:51: Dass man da nicht so verhaftet dran sein muss denn in einem... also es kommt noch ein bisschen drauf an.

01:20:57: aber wenn die Emotionen einen so sehr überspülen, kann es A manchmal nicht möglich sein damit konstruktiv umzugehen?

01:21:04: Wenn ich mich darauf richte oder ja, ist es halt... Also fallen einem einfach keine guten Lösungen ein.

01:21:12: sagen wir mal so ne, dass es dann einfach wichtig ist erstmal wieder ist ein Nervensystem, sozusagen wieder so bisschen runter zu fahren.

01:21:19: Also ich glaube das ist schon wichtig.

01:21:20: zu wissen wann macht dass diese Haltung mit dem Ball und einfach mal drauf gucken und einfach hinfühlen eben auch keinen Sinn?

01:21:27: Mit dem Atmen.

01:21:28: es ist ja ähnlich.

01:21:29: ne!

01:21:29: Das Atmen hat ja auch zwei Gründe was Verlangsamendes, was Innerhaltendes aber auch dass wir damit den Parasympathikus beeinflussen können.

01:21:38: mit Atmung also der Teil im Körper der eher für das runterfahren beruhigende zuständig.

01:21:45: Aber das geht auch nicht immer und ist auch nicht ratsam.

01:21:50: Wenn jemand in einer Akut-Situation ist, ein Notfall erlebt hat oder so was ganz Furchtbares gesehen hat... ...dass man früher davon ausgegangen hat, dass Debrief wichtig ist, also Debrifing zu machen.

01:22:02: Dass man mit Einsatzkräften zum Beispiel alle zusammentrommelt und sagt jetzt sagen bitte mal alle, was sie empfunden haben und wie es ihnen geht,... ausgesprochen werden.

01:22:12: Es muss immer angeguckt werden und da ist man auch inzwischen von weg, auch gut belegbar dass in akut Situationen der Impuls der eigene ruhig auch das er richtig ist und wann die denn das mit dem folgen darf?

01:22:26: Und der darf sein ich wollte eigentlich shoppen gehen.

01:22:29: also der Notfallpsychologe damals vom Breitscheidplatz erzählte das Attentat in Berlin war, vor Ort es gab mir einen der gesagt hat ich war ja eigentlich auf Shoppingtour Ich wollte doch eigentlich shopben und die haben ihn eben auch eher bestärkt, zu sagen dann das ist total okay.

01:22:45: Das ist alles in Ordnung in einer unnormale Gefühle, in einer normalen Situation.

01:22:50: Man darf den folgen man darf sich krank fühlen nach einem Unfall, aber auch ganz bewusst sagen ich möchte arbeiten gehen, ich möchte meine Normalität wiederhaben.

01:22:59: Es ist eher dieses was wir gerade besprechen für nicht die ganz akuten Momente, für die ganz Akutenmomente braucht es dann schon spezifische Skills vielleicht auch, da können wir gleich nochmal zu oder dann auch eher eben sich selber folgen.

01:23:15: Man muss sich nicht mit Vollgas runterbremsen.

01:23:19: Genau das ist also oft nicht möglich aber auch gar nicht sinnvoll.

01:23:23: Also zum Beispiel wenn wir jetzt von uns verlangen oder erwarten würden sich so zu entspannen Da müsste es ja auch eine Situation sein, wo Entspannung der richtige Modus ist.

01:23:33: Aber wenn ich jetzt gerade zum Beispiel wirklich handfest und konkrete ungelöste Probleme habe – was weiß ich?

01:23:40: Es gibt Gewalt in Zuhause und ich hab noch keinen anderen Ort, wo ich hingehen kann oder so.

01:23:45: Das ist dann nicht die Situation, wo das auch angemessen ist, entspannt zu sein.

01:23:49: Es kann dann sein dass man seelfrei sein kann vielleicht aus einem sehr... was sich aus einer Panik oder einer großen Beunruhigung eher in einen fokussierteren Zustand zum Beispiel zu kommen.

01:24:00: Aber da können wir ja auch ein bisschen drüber sprechen, weil genau so lange es im Außen gerade nicht normal ist und das passt jetzt ganz gut um den Bogen zu schließen – und für Menschen die traumatisiert sind, ist das Gefühl bleibt das so?

01:24:16: Also wenn jemand entweder durch eine Ein sehr schlimmes Erlebnis, lebensbedrohlicher Art traumatisiert wurde oder auch wenn Menschen komplex traumatisiert sind.

01:24:28: Das heißt dass eben viele grenzüberschreitende oder gewalttätige oder missbräuchliche Situationen hintereinander von Kindheit und Jugend an so erlebt wurden dann ist die Welt oft einfach ein unsicherer Ort Und das werden vielleicht auch Kollegen erlebt haben, dass dann zum Beispiel solche Meditationsübungen völlig nach hinten losgehen können.

01:24:50: Oder alles was dann so introspektiv Richtung jetzt sind wir mal hier ganz entspannend und oder auch so Atemübung Denn das ist fast wie eine Art Anleitung zum Self-Gest Lighting Also dass man sozusagen selber so tun soll als wäre es nicht gefährlich aber für die Person Ist die Welt nicht so?

01:25:13: dann stellt sich diese Sicherheit einfach dadurch nicht her.

01:25:15: Ja, in der Tiefenpsychologie sagt man auch, dass diese Abwehrstrategien teilweise auch wichtig sind oder auch da sind weil vielleicht irgendwas nicht so sehr nicht aushaltbar ist das Gefühl so überwältigend wäre, dass wir dann suicidal werden würden zum Beispiel oder eine Psychose bekommen würden.

01:25:33: also dass auch Dinge die von außen vielleicht komisch aussehen ihren ihre Berechtigung haben weil sie ein Gefühl zumindest einigermaßen aushaltbar lassen und dass man eben auch aufpassen muss, mit wem man überhaupt so gefühltsaufdeckende Dinge macht oder eben also entweder diese nach innschauenden introspektiven Dinge oder auch gefühlsaufdeckenen Dinge.

01:25:52: Dass man zum Beispiel manchmal sagt Zwänge schützt.

01:25:55: es gibt Menschen die sind wenn nicht schwer zwanghaft sind das schwere Zwangstörung haben, dass da drunter vielleicht eine Psychose liegen könnte also eigentlich einen noch schwerer psychische Erkrankung wenn man das überhaupt so einteilen kann nach schwer und leicht.

01:26:07: aber dass man eben aufpassen muss, welche Büchse man öffnet.

01:26:11: Weil man sich auch sicher sein muss, dass man die wiederzukriegt.

01:26:14: und das finde ich gerade im Bereich Coaching versus Psychotherapie auch spannend.

01:26:20: Wir hatten ja mal die Frage Wann muss ich eigentlich zum Coach oder ins Coaching und wann zur Therapie?

01:26:26: Und wir hätten als ein Merkmal in der Folge gesagt Wenn man das Gefühl hat Man kann was man Öffnet eventuell nicht wieder zu machen und man hatte Angst vor überbordenden Themen und Gefühlen, dass das eher ein Indiz für Therapie ist.

01:26:40: Das denke ich auch ist auch weiter ganz sinnvoll da so drauf zu gucken.

01:26:43: oder ich finde es gut, dass wir diese Unterscheidung gemacht haben Und genauso sehe ich es auch andersrum, dass Coaches aufpassen müssen wie tief sie reingehen in etwas weil Sie unter Umständig das Werkzeug haben die nicht gelernt haben Wie kriege ich's denn auch wieder zu?

01:26:57: Und bei wem gehts wieder zu und wer ist damit alleine?

01:26:59: also Ich hatte schon Menschen in Therapie die auf so einem Intensivcoaching Wochenende waren wo alles einmal aufgerissen wurde.

01:27:07: Und dann waren die Leute schwer suizidal und haben es nicht mehr zubekommen.

01:27:12: Absolut, also ich finde das ein ganz wirklich wichtigen Punkt auch diese Glaube den es vielleicht auch früher mal gab dass man ja nur in das Gefühl rein muss und das Verstehen muss und in den alten Schmerz sondern gibt sowas wie so einen kathatischen Moment und dann löst sich das von alleine auf.

01:27:31: nie ist das nicht und das ist gefährlich.

01:27:32: das genauso wie du beschreibst Und je nachdem, wenn man selbst das Gefühl hat ich bin nicht ganz so stabil und nicht ganz im Gleichgewicht.

01:27:40: Bitte vorsichtig mit den Konfrontationen und sehr dosiert.

01:27:43: Das ist halt eine Fähigkeit oder eine Kompetenz die eben jemandem im therapeutischen Hintergrund eben anders hat weil es auch einzuschätzen was so Stabilität angeht und auch von Zeitpunkt welcher Konfrontations.

01:28:05: Ich würde heute total gerne sprechen mit dir über das Thema Ich sage mal Arbeitstitel, die Balance zwischen Empathie und Grenzen ziehen am Arbeitsplatz.

01:28:17: Gerade wenn es ökologische Erkrankungen geht und persönliche Schicksalsschläge.

01:28:22: also wann hört irgendwie das Verständnis auch auf?

01:28:32: Ich würde gerne zum Abschluss noch die Vera hören.

01:28:35: Vera Loicard ist Arbeitsrechtsanwältin und sagt nochmal ein bisschen was dazu.

01:28:39: Was darf man denn jetzt und was darf man nicht?

01:28:41: und was ist denn diese Fürsorgepflicht?

01:28:43: Und dann können wir da nochmal abschließend kurz darüber sprechen.

01:28:46: finden wir auch am Ende bei allem Verständnis für das Thema.

01:28:49: Ja, sehr gut!

01:28:56: Was hintergrund von irgendwelchen Krankheitssachen ist, sondern für mich ist nur relevant.

01:29:16: Ist jemand arbeitsfähig

01:29:18: oder

01:29:18: ist er nicht arbeitsfähig und wie lange dauert das?

01:29:21: Ich kann während einer Krankschreibung zwar die betroffene Personen auch ansprechen oder kontraktieren aber sie es nicht verpflichtet mir zu antworten.

01:29:29: ich kann auch eine krankgeschriebene Person kommt ein bisschen auf die Erkrankungen an Aber grundsätzlich nicht zum Personalgespräch ins Büro einstellen Nicht mal für das Betriebliche Eingliederungsmanagement was ihr vielleicht kennt.

01:29:41: Ich kann aber fragen, wie es jemandem geht und ich kann auch thematisieren wenn ich Zweifel an der Arbeitsfähigkeit habe.

01:29:46: Denkt mal einen Gabelstablerfahrer, wo ich die Besorge hätte dass er vielleicht von dem Gerät runter fällt oder größere Schäden noch von ihm verursacht werden.

01:29:55: Im Dienstleistungsbereich ist ein

01:29:56: Klassiker

01:29:57: das Ableißen von Überstunden.

01:29:59: Der Arbeitgeber muss sich aus Stichproben mäßig sicherstellen, dass die zulässige Arbeitzeit eingehalten ist.

01:30:06: Er kann sich also nicht darauf verlassen, dass Mitarbeiter ihre Überlastungsanzeige auf den Tisch knallen und er erst dann aktiv werden muss sondern er muss selber schauen was alles mit guten Dingen zugeht.

01:30:17: Wenn ich eine Überlastung Anzeige bekomme musste die natürlich sehr ernsthaft prüfen und schauen wie ich von diesen Überstunden runterkommen kann.

01:30:25: Das heißt aber jetzt nicht das

01:30:27: ich immer die Samt Handschuhe walten lassen muss Sondern Performance im Team ist ein riesen Thema Und wenn ich es nicht angehe, kommen vielleicht andere Teammitglieder an die Überlastung.

01:30:37: Was kann ich denn jetzt machen?

01:30:39: Hier unterscheiden wir

01:30:40: arbeitsrechtlich zwischen dem steuerbaren

01:30:42: Bereich – also wie kann ich mein Verhalten anpassen?

01:30:45: – und im Nichtsteuerbarenbereich nämlich

01:30:49: ist das vielleicht

01:30:50: von meiner Erkrankung, von meiner psychischen Belastung beeinflusst, wie ich leisten kann oder nicht.

01:30:55: Wir sagen immer so schön Kann die Person leisten will aber nicht

01:30:59: Oder will sie zwar leisten,

01:31:01: kann aber nicht.

01:31:02: Und danach unterscheiden wir die Instrumente an ein betriebliches Eingliederungsmanagement.

01:31:07: in Dekrationshilfen Gespräche und so weiter denke ich immer als erstes wenn – Ich darf davon ausgehe

01:31:12: es liegt

01:31:13: eine psychische Belastung vor!

01:31:15: An einen Performance Improvement Plan, Eine Ermahnung Abmahnungen oder vielleicht sogar eine Königung denke ich wenn das Verhalten steuerbar ist Wenn die Person also ihr Verhalten durchaus ändern könnte.

01:31:26: Das Schwierige isst

01:31:27: Bei einer krankheitsbedingten Kündigung brauche ich superlange Krankheitszeiten oder viele häufige Kurzzeiterkrankungen über einen längeren Zeitraum, zum Beispiel drei Jahre.

01:31:37: Bei der verhaltensbedingte

01:31:39: Kündigung da muss sich erst mal darlegen was eigentlich der Maßstatt wäre?

01:31:43: Also was hätte die Person eigentlich alles leisten müssen und das ist gerade im Dienstleistungsbereich besonders schwierig.

01:31:49: anders ist es wenn ich in einer Fabrik irgendwelche Dinge fertige und

01:31:52: ich sehe

01:31:53: alle anderen schaffen hundert Teile.

01:31:56: Dann könnte das natürlich leicht nachgewiesen werden, den meisten anderen Bereichen ist es super schwierig.

01:32:02: Das Problem ist dass ich am Anfang eines solchen Konflikts vielleicht eine Ahnung habe aus welcher Richtung die Low Performance sagen wie immer so schön kommt?

01:32:11: Ich weiß es aber nicht und im schlimmsten Fall stellt

01:32:14: sich auch erst

01:32:14: in einem Gerichtsverfahren heraus ob es ein steuerbares Verhalten war oder ein krankheitsbedingtes Verhalten.

01:32:21: wenn ihr diesen

01:32:22: langen Weg nicht gehen wollt Dann könnt ihr natürlich immer über eine einvernehmliche Trennung nachdenken.

01:32:28: Das könnt ihr immer versuchen, aber Vorsicht!

01:32:31: Wenn psychische Belastungen im Raum stehen braucht ihr natürlich super viel Feingesühl

01:32:36: und das habt ihr?

01:32:37: Das weiß ich

01:32:38: und deshalb

01:32:39: übergebe ich jetzt wieder zu euch.

01:32:41: Macht's gut!

01:32:55: Für alle, die sich wundern.

01:32:57: Ich sitze in der Praxis in Münster und habe hier aber nicht so einen schönen Arm für meinen Podcast-Mikro irgendwo am Tisch geklemmt.

01:33:03: Das muss ich mir noch versorgen!

01:33:04: Und deswegen hab' ich ja immerhin ein Reporter.

01:33:06: Ja, sehr schön...

01:33:06: Tina, trinkst du schöne Aussage dazu?

01:33:09: Ja man, das hat dir das net erklärt.

01:33:11: also ich liebe das.

01:33:13: Also alle Ohr-Töne bin immer wieder begeistert davon und finde das total mehrwertig.

01:33:18: Mir hat besonders gut gefallen als ihr das in so schönen einfachen Worten erklärt habt.

01:33:23: Und dieses ne kann sie nicht Und würde aber wollen oder können.

01:33:27: Oder ist die Vermutung im Raum?

01:33:29: Man kann ja auch falsch liegen da, dass das so zu prüfen gilt und dass es auch die Problematik ist.

01:33:35: Ja,

01:33:35: schön!

01:33:36: Also da ist man doch jetzt schon ein bisschen besser gerüstet glaube ich.

01:33:40: Auch wenn es kompliziert und komplex ist, dass man zumindest ein bisschen klarer jetzt für Augen hat oder ich jetzt wo es überall komplexes ist und auf welche Weise.

01:33:49: Ja

01:33:49: total Noch eine Erklärung zum Fachbegriff Überlastungsanzeige.

01:33:53: Das ist was, was man offiziell an die Führungskraft richten darf wenn man sich überlastet fühlt.

01:33:57: Dann schreibt man eine E-Mail da gibt es jetzt auch eine Kammer kann man Google-Videos ungefähr auszusehen hat aber dann nennt das Überlastung Anzeige und sagt Es geht so nicht mehr dass es zu viel mehr als wir vereinbart haben mehr als ich leisten kann.

01:34:08: Und dann ist die Föhrungskracht auch offiziell in der Bringschuld und es ist dokumentiert dass es mehr ist als ich kann.

01:34:15: und das ist ein Instrument Kann man sich ständig nutzen, aber...

01:34:20: Ist das was Rechtliches?

01:34:21: Oder ist es eher nicht nur etwas in der internen Ethik zu sagen oder Leitlinien sondern da kann man in dem Moment direkt in die Fürsorgepflicht darauf eingehen müssen.

01:34:32: Es ist ein bisschen

01:34:33: das Bootwort ja, dass es wichtig zu wissen vielleicht auch für Psychotherapeutin zuhören.

01:34:37: haben sie schon eine Anzeige gestellt.

01:34:39: Auch das schriftlich

01:34:40: zu tun, dass sich dokumentiert ist und nicht nur mal zu sagen mir ist es eigentlich gerade so viel Da können wir wirklich auf ganz schön was zurückgucken.

01:35:01: Vierzig Folgen, da war so viel inspirierendes mit dabei und so viele O-Töne.

01:35:07: von daher kann man auch wirklich nicht von einer Best of Folge sprechen weil es ja noch ganz viele andere

01:35:13: beste

01:35:13: Beiträge Gedanken und O- Töne gab.

01:35:16: Ja und jetzt nochmal ein paar letzte Worte von mir Katrin.

01:35:20: ich hoffe sehr die O- töne haben und die Ausschnitte Die best off Moment haben euch genauso gefallen wie uns.

01:35:27: Vielleicht habt ihr einige der Folgen damals schon hören können, begleitet uns seitdem.

01:35:32: vielleicht seid ihr aber auch neu an Bord und habt Lust bekommen

01:35:35: auf

01:35:36: alte Folgen?

01:35:37: Jedenfalls ja!

01:35:38: Der Podcast

01:35:40: hat mich

01:35:43: durch fünfundhalb sehr aufregende Jahre in meinem Leben begleitet.

01:35:49: Und der Podcast ist mit mir umgezogen von Berlin nach Köln nach Münster.

01:35:53: Und der Podcast hat mich begleitet durch Selbstständigkeit und Angestellten sein.

01:35:58: Am Anfang war es eine kleine Freiheit, eine kleine Ausbruch aus der Corporate-Anstellungswelt.

01:36:05: Das war immer so mein kleines professionelles Abenteuer was ich mir gegönnt habe neben doch auch anspruchsvollen Leitungsposition in der Wirtschaft.

01:36:14: In einer Selbständigkeit wurde dann eben auch ganz wichtige Bestandteile und wichtige Säule.

01:36:20: der Selbstständigkeit und es sind darüber ganz viele tolle berufliche Kontakte entstanden.

01:36:27: Wir haben viele bewegende E-Mails bekommen, ich weiß dass wir manche Identifikations- und Diagnostikprozesse von Menschen angestoßen haben das wir Zukunftskräfte auf Ideen gebracht haben wie sie sich und ihr Team weiter entwickeln möchten Dass wir Menschen bestärkt haben die in einer Macht- und Missbrauchssituation waren für sich einzustehen.

01:36:49: also Ich bin ganz dankbar für das, was ihr uns zurückgemeldet habt.

01:36:53: Was passieren durfte.

01:36:55: Dankbar für die Zeit mit Tina und wünsche für die nächsten Folgen.

01:37:00: alles Liebe und Gute!

01:37:02: Und ja... Bin wie vorhin zu Beginn der Folge gesagt auch ganz gespannt, wie der weitere Weg der Diebsche Talk so aussieht?

01:37:12: Ja gerne können wir über die bekannten Social Media Profile also bei mir vor allem LinkedIn in Kontakt bleiben und folgt gerne dem Podcast weiter, wenn ihr das nicht schon unhintut auf LinkedIn, Instagram oder auch YouTube.

01:37:32: Und genau wir hören voneinander.

01:37:36: Danke!

01:37:37: Tschüss!

01:37:38: An der Stelle auf jeden Fall

01:37:40: auch

01:37:41: danke an dich Katrin für den gemeinsamen Weg und für den tollen Austausch und für dich auch alles Gute.

01:37:50: Ja und an die Community, ich kann euch an der Stelle schon mal sagen dass es weitergehen wird.

01:37:58: In welcher Form lasst euch überraschen?

01:38:01: Und ich hoffe ihr haltet Diebche Talks die Treue!

01:38:08: Dann machen wir an dieser Stelle einen Punkt.

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